Einen Traumtag erlebten die Teilnehmer zum 25-jährigen Jubiläum beim Swissalpine in Davos.

Martin Hessner (Zweiter von links) auf dem Weg zum höchstgelegenen Punkt auf der Keschhütte: Foto efl
Einen fabelhaften Teilnehmerrekord mit 5913 Startern aus 59 Nationen auf landschaftlich reizvollen Strecken von 11 bis 78 Kilometer bekam die Reisegruppe des LC Bayern hautnah mit. Das sportliche Highlight und die Läufer verfolgte Erwin Fladerer zu Fuß, mit dem Pressebus und sogar mit dem Helikopter am Gipfel des legendären K78 auf der Keschhütte.
2280 Höhenmeter bergauf und ebenso viele bergab - das Erlebnis gönnten sich 1600 Starter über 78 unvergessliche Kilometer. Mit dabei war Martin Hessner aus Waldkraiburg, der in diesem Jahr schon am Rennsteig in Thüringen seinen ersten Ultralauf bestritten hat. Dem Leichtgewicht ging auch am höchsten Punkt auf 2632 Meter Höhe nicht die Luft aus. Und auch nicht die Lust weiterzulaufen, nachdem er auf der Keschhütte schon 52 Kilometer zurückgelegt hatte. Schnellster Landkreisläufer war Günther Weitzer aus Schwindegg, für den nicht nur eine Traumzeit von unter zehn Stunden in Erfüllung ging. "Dieser Lauf fehlte mir nach der Berglauf-Weltmeisterschaft, den 100 Kilometern von Biel und dem Rennsteig noch in der Sammlung der großen Laufabenteuer", sagte der sichtlich von Gefühlen überwältigte Schwindegger. Anderen ging es genau so, vor allem der Halbmarathongruppe um die Vereinspräsidentin Rosi Ober. Sie kam zusammen mit Irmi Maier, Roswitha Schiffner und Anna Matzner nach 680 gelaufenen Höhenmetern mit einem Elan im Ziel an, der zu Freudentänzen führte. Elli Mai schloss sich gleich an. Später sollte sie von ihrem
Sieg in der Altersklasse W 65 erfahren. Und dass der Skilanglauf Olympiasieger Dario Cologna diesen Lauf vor dem deutschen Berglaufmeister Timo Zeiler gewann.
Selbst das "Seniorenpaar" Hilde und Ewald Gottwald aus Aschau hatte großen Spaß und große Leistung über elf Kilometer vollbracht. Eine erstaunliche Marathonpremiere gelang dem Walkingchef des LC Bayern, Dieter Matzner. Auf dem Trail des Kulturmarathons C 42 hatte er lediglich drei Minuten vor einer Bahnschranke verbummelt, genoss die Ausblicke über blühende Bergwiesen und tiefe Schluchten und vor allem seine Zielankunft im Davoser Sportzentrum nach 5:32 Stunden. Kurzfristig umgemeldet hatte sich Ingrid Knollhuber vom Halbmarathon auf den ganzen Marathon des K 42. "Es war das Wetter und die größeren Bergaufpassagen", meinte die den Berglauf liebende Heldensteinerin. 1890 Meter nach oben machten ihr weniger aus als die 1710 Meter wieder ins Tal hinab.
11 km Walk (+ 150/ - 130 Höhenmeter): Ewald Gottwald 1:36:07, Hilde Gottwald 1:47:35.
21 km Walk (+ 680/ - 190 Höhenmeter): Angelika Müller 3:16:45, Sieglinde Dudeck 3:22:33, Jürgen Dudeck 3:22:34.
21 km Lauf (+ 680/ - 190 Höhenmeter): Birgit Lechner 2:42:05, Elli Mai 2:42:48 (1.W65), Angelika Jäger 2:55:07, Anna Matzner 3:04:02, Rosi Ober 3:04:03, Irmi Maier 3:04:03, Roswitha Schoffner 3:04:04.
31 km Lauf (+ 320/ - 820 Höhenmeter): Jürgen Dudeck 2:58:16.
42 km Lauf (+ 450/ - 1070 Höhenmeter): Dieter Matzner 5:32:49.
42 km Lauf (+ 1890/ - 1710 Höhenmeter): Ingrid Knollhuber 5:28:48
78 km Lauf (+ 2260/ - 2260 Höhenmeter): Günther Weitzer 9:28:24, Martin Hessner 11:40:50. efl



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