Brannenburg - "Weil die Brannenburger sich um Brannenburg kümmern": Mit diesem Motto charakterisiert die Interessengemeinschaft Karfreit-Gelände Brannenburg ihr Entwicklungskonzept für das Gelände der ehemaligen Kaserne, das jetzt der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.

© Repro Stuffer-Chunphetch
So könnte es in der ehemaligen Kaserne aussehen: Die Interessengemeinschaft Karfreit-Gelände Brannenburg macht sich für eine vielfältige und breitgefächerte Nutzung auf dem Gelände, kombiniert mit einer Nutzung der bestehenden Gebäude, stark.
In der vollbesetzten Karfreitklause erläuterte Christian Klimm als Sprecher der Investorengruppe das mit Unterstützung von Fachleuten ausgearbeitete, auf Nachhaltigkeit und Bodenständigkeit basierende Konzept, mit dem die Interessengemeinschaft beim in Kürze startenden Bieterverfahren der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) zum Zug kommen will.
"Wir wollen wieder Leben ins Gelände bringen", betonte Klimm, der zusammen mit den anderen Investoren Teile der historischen Bausubstanz erhalten und modernen Anforderungen gerecht werdend einer neuen Nutzung zuführen will. Aktuell sind rund 15.000 Quadratmeter Gewerbefläche auf dem Gelände vermietet. Aus diesem Bereich liegen zahlreiche Anfragen für eine längerfristige Nutzung und Erweiterung der Arbeitsflächen vor. Daneben besteht auch Interesse für eine Nutzung des Geländes mit Büros und Wohnungen.
Wichtig ist den Investoren dabei die Verträglichkeit der Entwicklung mit der vorhandenen Gemeindelandschaft: "Es soll keine Konkurrenz zum bestehenden Ortskern entstehen, angestrebt ist eher eine Erweiterung des Ortskerns", so Klimm.
Voraussetzung für eine erfolgreiche Beteiligung am Bieterverfahren ist laut Investor Klimm der Rückhalt und die Akzeptanz des Entwicklungskonzepts durch die Einwohner und die Gemeindeverwaltung. Nutzungsideen von Seiten der Bürger und weitere Mitglieder in der Interessengemeinschaft sind daher sehr willkommen und unterstreichen den regionalen Bezug der Projektplanung, so die Investoren, die teilweise selbst derzeit Zwischenmieter auf dem Gelände sind. Im Gemeinderat wurde das Konzept bereits vorgestellt, Ende Juni werden dort die von der bereits mit anderen Konversionen betrauten Bayerischen Landessiedlung Gesellschaft erarbeiteten Planungsunterlagen präsentiert. Sollten die Gemeindevertreter das Vorhaben nicht gutheißen und damit auch keine Unterstützung beim Bieterverfahren leisten, werde die Investorengruppe laut Klimm ihre Ziele nicht weiterverfolgen.
Konkrete Aussagen über einen Verkaufspreis können derzeit noch nicht getroffen werden, nach Angaben der Interessengemeinschaft sieht die Kalkulation eine Finanzierung fast komplett aus Eigenmitteln vor.
Von Seiten der Bürger wurden Fragen zum Zeitplan der Projektentwicklung und der bedarfsorientierten Größe der Nachnutzungsflächen sowie zu den Chancen für ein interkommunales Gewerbegebiet gestellt.
mc/Oberbayerisches Volksblatt
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