Bad Endorf/Rimsting - "Mitmachen" war als Antwort eines Jugendlichen über ein Ankündigungs-Plakat "Kommasaufen - was tun?!" geschrieben. Vielleicht unterstreiche dies die Bedeutung des Problems, so die Rimstinger Moderatorin Dr. Ingrid Reiser bei der siebten Bad Endorfer Präventionsveranstaltung, die diesmal in Rimstinger Pfarrheim stattfand. Ausgangspunkt war die höchst riskante Tatsache, dass acht Prozent der Jugendlichen zumindest zeitweise trinken und das europaweit, mit zunehmender Tendenz.
Im Vorfeld eines von der Gemeinde Rimsting geplanten Jugendforums zum Thema "Umgang mit Alkohol" beteiligten sich über 70 Fachleute, Bürgermeister, Jugendbeauftragte, Vereinsleiter und Eltern aus dem gesamten Landkreis rege an diesem Fortbildungabend des Lions- Clubs Bad Endorf-Chiemgau. Unter Mitarbeit des Anti-Drogen-Modells Rosenheim hatte es in seiner Präventionsreihe "Fit fürs Leben" drei Referenten für dieses Thema geladen.
Petra Baumgartner von der Leitung der Fachambulanz für Suchterkrankungen stellte das inzwischen gut etablierte Projekt "Hart am Limit" vor. Besonderen Anklang würden bei den Jugendlichen erlebnispädagogische Maßnahmen wie Klettern finden, sagte sie.
In der Diskussion wurde die Bedeutung der Vereine, besonders der Sportvereine, betont. Sie könnten Jugendliche "von der Straße wegholen". Kritisch wurde ihre "Vorbildfunktion", etwa beim Verkauf von hochprozentigen Alkoholika zur Aufbesserung der Vereinskasse, diskutiert.
Christian Pfaffinger, Jugendbeauftragter der Polizeidienststelle Prien, gab einen Überblick über die rechtlichen Folgen und polizeilichen Maßnahmen bei jugendlichen Alkoholexzessen. Sie können sehr empfindlich mit weitreichenden Folgen sein. th
Bestimmen Sie auf der Karte die Region, aus der Sie Nachrichten angezeigt bekommen möchten.



Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.