Brannenburg - Zur abschließenden Vorstellung der Feinuntersuchung der Ortsmitte Degerndorf informierte Architekt Werner Schmidt den Gemeinderat und Bürgermeister Mathias Lederer. Bereits mehrmals war das Gremium über die laufenden Untersuchungen mit Vorschlägen zur Umgestaltung in den Bereichen Rathausumfeld - Rosenheimer Straße - Kirchenstraße informiert worden.
Die Feinuntersuchung sei "ein Positionspapier und enthalte einen gewissen Fahrplan", erläuterte Architekt Schmidt, besitze aber keinen planungsrechtlichen Status. Um das Angebot für den ruhenden Verkehr zu verbessern hat die Gemeinde ein Grundstück an der Kirchenstraße für einen zentralen Parkplatz erworben, der als erste Maßnahme im Sanierungsgebiet realisiert werden soll. Das mittelfristige Ziel zu einer verbesserten Umfeldgestaltung an der Rosenheimer Straße soll unter Einbeziehung der anliegenden Grundstückseigentümer verwirklicht werden. Die Gemeindeverwaltung wird in diesem Zusammenhang betroffene Anlieger auch auf die steuerrechtlichen Vorteile für Baumaßnahmen im Sanierungsgebiet hinweisen.
Harmonie und Homogenität sollten die Neuordnung der stark frequentierten Straße kennzeichnen. Verbesserungsbedarf bestehe auch bei der Verkehrsordnung für Auto- und Fahrradfahrer an der Rosenheimer Straße, was mit dem Straßenbaulastträger zu klären ist. In Betracht zu ziehen ist dabei eine mögliche Knotenpunktsentlastung und eine verbesserte Wegenetzordnung.
Mit einer Gegenstimmen nahm der Gemeinderat die Empfehlungen der Feinuntersuchung zustimmend zur Kenntnis. Weitere Schritte sollen von der Verwaltung vorbereitet werden.
Eingebracht werden können auch Vorschläge zur künstlerischen Gestaltung im Rathausumfeld. Zunächst sollen dazu vorbereitende Gespräche stattfinden.
Im Eingangsbereich der neuen Dreifachturnhalle sind bauliche Veränderungen notwendig: Ein Vordach als Regenschutz und ein Schmutzfang sollen die Funktionalität des Gebäudes verbessern. Mit der vorgelegten Entwurfsplanung konnte sich der Gemeinderat jedoch nicht anfreunden. Ein gläsernes Vordach sollte die ganze Breite im Eingangsbereich überdecken, um einen sinnvollen Regenschutz zu gewährleisten, wurde aus dem Gremium gefordert. Kritisch betrachteten die Räte auch die Kostenfrage und forderten eine billigere Lösung.
Ohne Gegenstimmen befürwortet wurde die von Helmut Pabst beantragte Bebauungsplanänderung an der Leiblstraße. Drei Einfamilienhäuser sind für das in vier Parzellen unterteilte Grundstück vorgesehen, das bestehende Wohnhaus wird als Bestand in den Plan aufgenommen. Die Nachbarunterschriften liegen vor.
Im Zuge der Neugestaltung der Zufahrt der FFW Brannenburg muss die dortige Telefonzelle entfernt werden. Zur Diskussion standen deshalb ein Austausch gegen eine Telefonsäule am Gebäude oder die Aufgabe des einzigen öffentlichen Telefons. Die Kosten einer Verlegung wurden mit 1000 Euro beziffert. Da nach Aussagen der Telekom ein Abbau in zwei Jahren sehr wahrscheinlich ist und das Telefon schon jetzt kaum genutzt wird, entschied sich der Rat mit einer Gegenstimme für die Aufgabe des Telefonhäuschens. mc
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