025.11.09|Rosenheim Land|Rosenheim Land|
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Bad Endorf - Im Rahmen der Projektwoche "Sucht" an der Volksschule Bad Endorf sprach dieser Tage der Schulpsychologe Dr. Werner Hopf zum Thema "Medienkonsum und Medienwirkungen". Rektor Wolfgang Erban und die Elternbeiratsvorsitzende Elisabeth Aimer, die die Veranstaltung organisiert hatte, freuten sich über das große Interesse der Eltern.
Dr. Hopf präsentierte zunächst Ergebnisse der Medienwirkungsforschung. So zeigten Studien, dass Computergewaltspiele systematisch Gewalt und Abstumpfung bei Kindern und Jugendlichen erhöhen. Dazu kommen Horror- und Gewaltfilme, die Gefühle von Hass, Überlegenheit und Rache erzeugen, erklärte der Schulpsychologe.
Besorgniserregend sei in seinen Augen die durchschnittliche Verweildauer von Kindern und Jugendlichen vor dem Fernseher: im Alter von drei bis fünf Jahren 126 Minuten, von sechs bis neun Jahren 137 Minuten, von zehn bis 13 Jahren 164 Minuten und ab 14 Jahren schließlich 301 Minuten. Mit ein Grund dafür sei die zunehmende Präsenz von Fernsehgeräten in vielen Kinderzimmern, so Hopf. Zusätzlich spielten rund 50 Prozent der 12- bis 19-Jährigen Shooter- und Actionspiele und 61 Prozent aller Jugendlichen seien in Internet-Communities. Die Folgen dieser Medienwirkung seien laut Hopf Schulleistungsverschlechterungen, Konzentrationsstörungen, Sprachentwicklungsstörungen und Störungen der Hirnentwicklung. Verkürzt könnte man laut Hopf sagen: "Zu viel Medienkonsum macht dick, dumm und aggressiv."
Zum Schluss gab er Tipps: kein eigener Fernseher für Kinder und Jugendliche, Kontrolle des Medienkonsums durch Eltern, Gespräche mit den Kindern über ihr Medienverhalten, Förderung der Freizeitgestaltung und Vorbildfunktion der Eltern. re
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