026.07.10|Rosenheim Land|Rosenheim Land|1
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Bad Endorf - Der Benefizlauf "Endorfer für Endorf" ist ein Volkslauf für alle Sportbegeisterten. Einen besonderen Charakter bekommt die Veranstaltung durch die Spenden der Sponsoren. Aufgrund des beachtlichen Erfolges im Vorjahr hatte André Lange als Organisator mit dem TSV Bad Endorf und in Zusammenarbeit mit dem Lions Club wieder zum Benefizlauf "Endorfer für Endorf" unter der Schirmherrschaft der Ersten Bürgermeisterin Gudrun Unverdorben aufgerufen.

© OVB
Keine Angst vor Wasser zeigten die vielen großen und kleinen Läufer, die sich für den guten Zweck auf den Weg machten. Mit dabei war auch Jeffrey Norris (kleines Bild, rechts): Der in Nürnberg lebende US-Amerikaner hat, nach einem Unfall erblindet, seine Leidenschaft fürs Laufen entdeckt. Heute ist der Weltrekordler und Ultraläufer ein Star der Laufszene.
In ihrem Grußwort dankte die Bürgermeisterin allen Teilnehmern und Helfern für das große Engagement. "Auch heuer werden wieder soziale Einrichtungen der Gemeinde mit den Geldern unterstützt", erklärte Unverdorben. Die Einnahmen sollen der Kinderbetreuung in der Gemeinde zugute kommen. "Die Kinder sind in jedem Fall die Gewinner", so Unverdorben. Die Bürgermeisterin, die auch selbst mitlief, überreichte zu Beginn der Veranstaltung ein persönliches Startgeld von 300 Euro.
Wie bereits im letzten Jahr sollte der Lauf in das geplante Open-Air-Festival "Bad Rockt" integriert werden, doch aufgrund des schlechten Wetters wurde die Musikveranstaltung abgesagt.
Die Sportbegeisterten konnte der Dauerregen aber nicht vom Laufen abhalten. 110 Teilnehmer, eine bunte Läuferschar aus dem ganzen Bundesgebiet sowie den Niederlanden und aus Österreich im Alter zwischen vier und 75 Jahren, hatten sich am Samstagmorgen um 10 Uhr zum Start an der Hauptschule in Bad Endorf versammelt. Innerhalb von sechs Stunden konnten die Läufer auf einem Rundkurs zwischen Hauptschule und Handwerkerpark so viele Runden wie möglich laufen oder auch gehen. Im Vorfeld hatte sich jeder einen oder mehrere Sponsoren gesucht, die für die zurückgelegten Kilometer Geld spenden wollten.
Mit 63 Kilometer legte Günter Diplinger aus Österreich die weiteste Strecke zurück. Der zehnjährige Lennert Jasch brachte es auf beachtliche 35 Kilometer und gewann auch den Hauptpreis, einen Tandemflug.
Mit am Start waren auch der barfuß laufende "Pumuckl" Dietmar Mücke, Lucille Weber, eine der erfolgreichsten Eisschnellläuferinnen, und der blinde Jeffrey Norris aus Nürnberg, der von verschiedenen Mitläufern auf der Strecke geführt wurde. Erste Hochrechnungen ergaben einen Reinerlös von gut 7000 Euro.
Den musikalischen Rahmen gestalteten die Schul- und Lehrerband, die Hip-Hop-Gruppe der Fitnessalm und die Gruppe "dr. phil & phil & friends" aus Bad Endorf.
"Eine solche Veranstaltung ist ohne Sponsoren und ehrenamtliche Helfer, die alle ihren freien Tag opfern, nicht durchzuführen. Ihnen gilt neben den Sportlern unser besonderer Dank", erklärte André Lange, der trotz des schlechten Wetters mit dem Verlauf der Veranstaltung zufrieden war. amf
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