Die Konversion der Karfreitkaserne war eines der Hauptthemen der Bürgerversammlung in der Wendelsteinhalle. Erster Bürgermeister Mathias Lederer äußerte sich zum momentanen Stand der Dinge, nachdem die Soldaten im März diesen Jahres den Standort Brannenburg verlassen haben.

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Thema der Bürgerversammlung war auch die Rathaussanierung im nächsten Jahr. Das Gebäude wird umfassend modernisiert, für die Dauer der Arbeiten wird die Verwaltung in Räumlichkeiten der ehemaligen Standortverwaltung der Karfreitkaserne ausweichen.
Brannenburg - Mit dem Beschluss einer Veränderungssperre sollen die Zielsetzungen der künftigen Nutzung gesichert werden. Die Gemeinde plant 2011 den östlichen Teil (Sportanlage) des Areals zu erwerben "Der südliche Bereich eignet sich am besten für Gewerbeflächen, im Westen soll im Zuge der Bauleitplanung entschieden werden, ob dort eine Wohn- oder Gewerbenutzung entstehen kann", so Bürgermeister Lederer. "Die Gemeinde ist selbst aktiv bei der Suche nach Investoren, Projektentwicklern und Gewerbebetrieben.", versicherte er. Voraussichtlich 2011 soll der Betrieb der Schießanlage in Hinterried eingestellt werden.
Die Ausführungsplanung und Ausschreibung zur Umgestaltung des Rathausumfeldes wird momentan erstellt, wobei das ehemalige Prechtl-Grundstück (jetzt Sparkasse) in dieses Konzept integriert wird.
Durch Mittel aus dem Konjunkturpaket II werden Grund- und Hauptschule sowie Realschule in mehreren Bauabschnitten energetisch saniert. Ein "optimales Sporthallenangebot" steht in der Gemeinde durch die neue Dreifachturnhalle und die Sanierung der Schulverbands- und Realschulturnhalle zur Verfügung.
In seinem Ausblick auf die Aufgaben des kommenden Jahres nannte Lederer die umfassende Sanierung des Rathauses, die einen zwischenzeitlichen Umzug der gesamten Verwaltung erfordert, die Umgestaltung des Rathausumfelds und den Neubau einer Kindertagesstätte für unter Kinder unter drei Jahren. Neben der Sanierung von Bahnhof, Veservilla und Veserwohnhaus, gemeindlichen Wohngebäuden und der Wendelsteinhalle sowie weiteren öffentlichen Gebäuden stehen die Erschließung der Sportanlage im Kasernengelände und des dortigen Areals auf dem Programm. Im Bereich Seniorenarbeit kann das Sozialwerk im nächsten Jahr das neue Generationenhaus in Flintsbach beziehen und dort ein umfassendes Betreuungsangebot anbieten.
Eine Mehreinnahme von 600 000 Euro bei der Gewerbesteuer gegenüber dem Haushaltsansatz konnte die Gemeinde in diesem Jahr verbuchen, so Kämmerer Roland Berndl in seinem Finanzbericht. Aufgrund der dadurch möglichen gesetzlich vorgeschriebenen Mindestzuführung zum Vermögenshaushalt kann die Gemeinde positiv bei der Genehmigung der durch die hohen Investitionssummen der nächsten Jahre notwendigen Kredite beurteilt werden. "Die Gesamtverschuldung pro Kopf aus gemeindlichen Schulden und den anteiligen Verbandsschulden beträgt 276,65 Euro.", erläuterte Berndl. Als größten Ausgabeposten mit 2,25 Millionen Euro nannte er die gestiegene Kreisumlage. Für die nächsten Jahre prognostizierte Berndl die Aufnahme von hohen Kreditbeträgen für die umfangreichen Investitionsmaßnahmen.
Die Sicherheitslage in der Gemeinde bezeichnete Polizeihauptkommissar Janö Iranyi in seinen Ausführungen als gut. Besonders erfreulich sei die Tatsache, dass es in diesem Jahr zu keinem alkohol- oder drogenbedingten Verkehrsunfall in Brannenburg gekommen sei.
Von Seiten der Bürger wurden Fragen zur geplanten Rathaussanierung, dem Neubau des Sparkassengebäudes und dem Standort des Behördenfunks gestellt. Angesprochen wurden auch der Reinigungszustand am Bahnhof und die Tempo-30-Zone in der Dorfstraße. mc
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