Edeldamen und Ratsherren, Hochadel und Geldadel, Freifräulein und freizügige Fräulein: Beim Aschauer Faschingshöhepunkt in der Festhalle trafen sich zum Gildeball acht Prinzen mit ihren Prinzessinnen, ihrem Gefolge und dem Hofstaat. Die Festhalle bleibt damit die Faschingshochburg im Chiemgau.

© OVB
Aschaus Prinz Andreas und seine Prinzessin Elisabeth schweben - perfekt aufeinander eingestimmt - über das Parkett. Fotos rehberg
Aschau - Acht hochansehnliche Garden trafen sich mit ihren Prinzenpaaren, dem Hofstaat, den Orden und ihren Trägern und allem, was eine Faschingsgilde sonst noch so braucht, in Aschau und erwiesen den beiden Hoheiten - seiner Tollität Prinz Andreas I., "fliegender Retter über den Aschauer Bergen", und ihrer Lieblichkeit Prinzessin Elisabeth V., "liebevolle Wächterin der Sternengruppe", - ihre Referenz. Noch nicht einmal der sprichwörtlich letzte Platz war noch frei in der großen Halle, bunt kostümiertes Faschingsvolk bevölkerte Tische und Gänge, die Bar und die Raucherlounge, und bewegte sich zu den Rhythmen von "Zwoa moi zwoa" auf der Tanzfläche, bestaunte die Prinzenpaare und vor allem die Showtänze der Garden.
Immer noch bunter, immer schriller und immer lauter, wer da glaubt, eine Steigerung der Lautstärke in der Halle über die Schmerzgrenze hinaus sei nicht mehr möglich, wurde eines Besseren belehrt: Die Leistungsfähigkeit der Lautsprecher ist nach oben offen, vorausgesetzt, die Musikmaschine funktioniert!
Die halbe Welt, die Halbwelt und die Filmwelt waren unter den Ballbesuchern im Saal vertreten, das Tragen von Hörnern schien verpflichtend, zahllose Teufelinnen und Teufel, Wikinger und Schwarzbuntes Rindvieh tanzten und bevölkerten die Bar. Viele Fernsehgestalten aus den Serien aller Kanäle erschienen leibhaftig in Aschau: Pumuckl, Piraten, Untote und Vampire und ihre weiblichen Gegenstücke, dazu auch viele süße Engel und reizende Feen. Viel Haut und tiefe Einblicke in die Kostüme bot sich den Betrachtern, doch auch hier galt oft "mehr Schein als Sein" und nicht alles hielt, was es versprach.
Die Faschingsgesellschaft Neubeuern kam aus dem "Land der unbegrenzten Möglichkeiten" mit Prinz Sascha I. und seiner Prinzessin Marianne I. und der Garde. Höchstleistungen bot die Prienarria mit dem Prinzenpaar Prinz Tobias I. und Prinzessin Martina II. mit Walzer und Show. Direkt aus Mexico kamen die Chiemseenixen aus Bernau mit ihrem Prinzenpaar Michaela I. und Mathias I. Die großen Diven brachten die Rosenheimer mit nach Aschau-Nana Mouskouri, Cher, JLo, Madonna und Lady Gaga traten erstmals gemeinsam auf. Und dann kamen die Endorfer mit den unvergleichlichen Hurricanes und die Kolbermoorer und die Aschauer mit ihrem Showtanz. Ans Heimgehen dachte so niemand. reh
www.rosenheim24.de/fasching
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