Brannenburgs Polizeichef Janö Irányi hatte beim Sicherheitsgespräch mit den Bürgermeistern der acht Gemeinden im Dienstbereich seiner Inspektion die Kriminal- und Verkehrsunfallstatistik vorgestellt. Diebstähle sind demnach 2009 deutlich weniger gewesen. Allerdings waren 17,96 Prozent der ermittelten Tatverdächtigen jünger als 21 Jahre.

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Deutlich zurück ging die Zahl der Diebstähle. Die Statistik verzeichnet den niedrigsten Stand seit 2004. Grafik PI Brannenburg
Brannenburg - In der Gesamtstatistik der acht Gemeinden Brannenburg, Bad Feilnbach, Flintsbach, Neubeuern, Nußdorf, Raubling, Rohrdorf und Samerberg mit insgesamt rund 45 000 Einwohnern und einer Fläche von 270 Quadratkilometern stieg die Zahl der Straftaten von 1665 auf 1707 und verzeichnet somit einen Anstieg zum Vorjahr 2008 um 2,5 Prozent. Diese Zahlen beinhalten auch Delikte nach dem Ausländer- und Asylverfahrensgesetz. In diesem Zusammenhang lobte Irányi die effiziente Arbeit der "Schleierfahnder". 1300 Fälle wurden geklärt und die Aufklärungsquote von 76,2 Prozent erreichte den höchsten Stand seit 2002.
Nach wie vor gerate eine große Anzahl von jungen Menschen mit dem Gesetz in Konflikt. Von den insgesamt 1193 ermittelten Tatverdächtigen waren im vergangenen Jahr 17,96 Prozent jünger als 21 Jahre. Zu den von dieser Altersgruppe meist begangenen Straftaten zählen Körperverletzungsdelikte, Diebstähle, Sachbeschädigungen und Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz.
Sorge bereite Irányi auch die Tatsache, dass viele der Tatverdächtigen unter Alkohol stünden. Einig war man sich darüber, das der Alkoholmissbrauch ein gesellschaftliches Problem darstellt und nicht allein über die Strafverfolgung zu lösen sei.
Raub, gefährliche und schwere Körperverletzungen und leichte Körperverletzungen zeigen ebenso einen deutlichen Rückgang. So sank die Zahl von 196 auf 178 und damit auf den niedrigsten Stand seit 2003.
Insgesamt könne von einer guten Sicherheitslage gesprochen werden. Dies spiegle auch die Häufigkeitszahl wider. Die Anzahl der bekannt gewordenen Straftaten, hochgerechnet auf 100 000 Einwohner, liege mit 3365 deutlich unter dem landesweiten Wert.
Die Zahl der Verkehrsunfälle ging erneut zurück. So verzeichnete die Polizei im vergangenen Jahr 665 Unfälle, 38 weniger als im Vorjahr. Die Zahl der Verkehrsunfälle mit Personenschaden sank von 163 auf 138, wie im Vorjahr verloren dabei aber zwei Menschen ihr Leben.
Zu den Hauptunfallursachen bei schweren Verkehrsunfällen zählen nach wie vor nicht angepasste Geschwindigkeit und das Fahren unter Alkoholeinfluss.
Bei Geschwindigkeitskontrollen mussten 980 Fahrzeuglenker wegen ihrer zu schnellen Fahrweise beanstandet werden. Bei 53 Verkehrsunfällen war die zu hohe Geschwindigkeit Unfallursache. Auffallend dabei sei, dass bei mehr als jedem zweiten dieser Unfälle Personen zum Teil schwer verletzt wurden. Die Zahl der Verkehrsunfälle unter Alkoholeinfluss sank von 20 auf 16 Prozent, den niedrigsten Wert seit Jahren. Hierbei wurden aber 13 Personen zum Teil schwer verletzt, ein Autofahrer getötet.
Thema Unfallflucht: Die Aufklärungsquote lag bei knapp 40 Prozent. re
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