107.07.10|Kultur|Kultur|1
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"2010 - Spuren in die Zukunft" heißt die neue Kunstausstellung des Landkreises Rosenheim mit zeitgenössischer Kunst aus der Region in Schloss Hartmannsberg bei Bad Endorf. Um die Zukunft und die Rettung der Welt ging es auch Martin Oster bei seiner Performance im Anschluss an die Eröffnung in der ehemaligen Kapelle des Schlosses. Der Künstler studierte an der Kunstakademie in Linz und ist bereits dort und in der Öffentlichkeit mit Kunstaktionen in Erscheinung getreten.

© OVB
Martin Oster (Mitte) bei seiner Performance in der ehemaligen Schlosskapelle von Hartmannsberg. Foto jacobi
Das Siechtum der Welt demonstrierend, lag Oster als Kranker in einem Bett beim Altar. Stimmen aus den Videos brachten zur Sprache, was uns und die Welt, in der wir leben, zerstört. Umweltverschmutzung, auch Übeltaten des Klerus und all das Böse, das täglich vernichtet, vergiftet, missachtet, missbraucht, wurden verbalisiert. Wort-, Musik- und Videoschnipsel verdichteten sich zur großen Collage. Martin Oster benützte dieses Bruchstückhafte in seiner Performance in Anpassung an die Sprache der heutigen Jugend. Große farbige Figuren, stumme Helfer der Aktion, säumten den Altar. Verhängt mit grünem und gelbem Stoff leuchteten bunt die Kirchenfenster. Von der Decke hing eine riesige "Wunderblume". Nebel wie Weihrauchschwaden stieg auf.
Plötzlich stürzte sich eine Gestalt mit einem Schwert auf den schwarz gekleideten Kunstmann. Mit einem Schlag wandelte er den in Lethargie Versunkenen in einen Supermann ähnlichen "Art Boy" und führte ihn damit zurück zur Erde, um diese zu retten. Eigentlich sollten dann alle Zuschauer mit ihm und der Wunderblume in den See tauchen, um gemeinsam zur Rettung der Welt beizutragen. Da der Art Boy aber bei dieser Aktion allein gelassen wurde, wird man weiter auf Errettung hoffen oder das nächste Mal einfach aktiv mitwirken müssen.
Die Ausstellung ist bis 22. August freitags von 14 bis 18 Uhr und samstags und sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Ein Besprechung folgt.

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