Es kommt aus ihrem Herzen
028.04.09|KulturFacebook
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- "Barfuaß um die Welt" heißt ihre Tour, und dabei machte sich auch Station in Rosenheim. Beim Konzert von Claudia Koreck war das Ballhaus ausverkauft, 800 Leute waren gekommen, um sich die junge Traunsteinerin anzuhören.

Und die ist live sogar noch besser als auf ihren CDs.Erfrischend natürlich tritt sie auf. Sie ist wirklich das viel gelobte "Mädel aus Bayern", das zwar mittlerweile in die weite Welt hinauszieht, aber seine bayerischen Wurzeln nie vergessen hat. Alle Lieder schreibt und textet sie selbst und verarbeitet darin ihr ganz normales Leben. Nett erzählt die Sängerin Geschichten zu den einzelnen Songs: Wie sie entstehen, was sie sich dabei gedacht hat. Inspiriert wird Koreck mal durch viel Knoblauch, durch Ex-Freunde oder Zukünftige, allein in ihrer Schwabinger Wohnung, mal auf Hawaii, mal im Schlaf oder einfach in der U-Bahn in München. Ihre "Liadl" sind authentisch, aber nie eintönig. Unterstützt von ihrer großartigen Band ist das musikalische Spektrum weit. Sehr groovig und funkig geht es zu bei Songs wie "Schrei", dann wieder experimentell mit Glockenspiel, Ukulele und Cajon, bei ihrem neuen "Strandlied" hört man die Einflüsse aus Hawaii. Mal singt Koreck ganz allein im Singer-Songwriter Stil zur akustischen Gitarre, dann wieder rockt sie mit "ihren Jungs" gemeinsam auf der Bühne. Man kann sie nicht einordnen in eine musikalische Stilrichtung. Aber genau das ist es, was Claudia Koreck so unverwechselbar macht. Ihre Stimme ist vielseitig einsetzbar, dennoch bleibt sich die Sängerin treu und man erkennt sie ab dem ersten Ton.
Mit Andreas Dombert an Gitarren und Piano, Andreas Otto Schellinger an Bass und Kontrabass und Schlagzeuger und Percussionist Manni Müller hat sich Claudia Koreck hervorragende Live-Musiker ausgesucht. Die drei unterstützen Koreck, setzen aber auch eigene Akzente. Nicht nur die bekannten Songs wie ihre Debüt-Single "Fliang", "Schuah aus", "I wui dass du woasst" oder "S´Ewige Lem" aus Joseph Vilsmeiers "Brandner Kasper" kommen bei den Zuhörern an. Nach dem großen Erfolg hat die Qualität nicht nachgelassen. Auch die neueren Lieder ihres zweiten Albums sind intensiv, lebenslustig und Claudia Koreck pur. Schön, dass die Texte wirkliche Aussagen haben. Klar, es geht um Liebe, Enttäuschung und Wut, aber das, was Koreck singt, sind keine Allgemeinplätze, es kommt aus ihrem Herzen. Man nimmt es ihr ab, nicht zuletzt, weil sie alles nur auf Bayerisch singt. "Wenn i aufgregt bin, dann ko i übahaupt ned Hochdeutsch."
In der letzten Zeit spielte sie mit ihrer Band 130 Konzerte, "davon warn aba nur vier außahoib vo Bayern und davo ham ma sogar oans absogn miassn." Im Rosenheimer Ballhaus war die Traunsteinerin bestens aufgehoben. Die Zuhörer konnten alles verstehen, die Lieder mitsingen und sich mit diesem netten, bayerischen Mädel identifizieren. "Sie ist einfach eine von uns!" Und das bleibt sie hoffentlich auch, wenn ihr großer Erfolg weiter geht.
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