Mühldorf - Im Rahmen der fünften Geschichtstage wühlten zwei ehemalige Absolventen in ihren Erinnerungen an die Schulzeit im Ruperti-Gymnasium. Eine Stunde lang standen Staatskanzleichef Dr. Marcel Huber und Jazzmusiker Hugo Siegmeth 130 Sechstklässlern Rede und Antwort.

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Der mehrfache Klassensprecher Dr. Marcel Huber (rechts) im Gespräch mit Hugo Siegmeth und den Sechstklässlern des Ruperti-Gymnasiums. Foto ha
35 Jahre ist es her, dass Marcel Huber das Ruperti-Gymnasium verlassen hat, bei Hugo Siegmeth sind auch schon 22 Jahre vergangen. Beide gehören inzwischen zur Prominenz des Landes, jeder auf seinem Gebiet. Huber ist nach seiner Tätigkeit als Tierarzt in der Staatskanzlei gelandet, Hugo Siegmeth hat sich nach einem abgebrochenen Medizin- und Psychologiestudium zu einem der besten Jazz-Saxofonisten entwickelt.
Viele Fragen prasselten auf die beiden ein. Auffallend bei den Antworten: Die Lehrer kamen in der Rückschau bei beiden sehr gut weg. "Man sollte nicht zu viel auf den Ruf eines Lehrers geben, sondern sich seine eigene Meinung bilden", riet Siegmeth den Buben und Mädchen. Und wie sah es mit den Lieblingsfächern aus? "Mathe, Physik, Chemie, Biologie", sagte Huber. "Eigentlich alles. Nur nicht Deutsch."
Wie sich in der Zwischenzeit das Gymnasium verändert habe, wollte eine Schülerin wissen. Die baulichen Veränderungen, na klar. "Besonders das schicke Lila an der Turnhalle. Früher war alles grau", sagte Siegmeth.
Doch die Frage zielte auch auf die Veränderungen der Schule als Institution ab: Computer und Internet würden vieles einfacher machen, das Schulleben aber auch extrem beschleunigen. In diesem Zusammenhang hätten sich die Herausforderungen an die Schüler komplett umgekehrt, erklärte Huber. "Früher mussten wir zu einem Thema mühsam das Wissen aus den Büchern in der Bibliothek zusammentragen. Heute steht auf einen Klick so viel Wissen zur Verfügung, dass ihr lernen müsst, damit umzugehen."
Sonstige Erinnerungen? Klar, der alte Getränkeautomat in der Pausenhalle (Huber). Dazu die leckeren Marzipankugeln am Pausenverkauf (Siegmeth). Das Schafkopfspiel in der Oberstufe (Huber). Die Herausforderung, auf dem Pausenhof möglichst cool herumzustehen und mit den Mädchen ins Gespräch zu kommen (Siegmeth).
Und eine Schülerzeitung gab es Anfang der 70er-Jahre auch schon: Der "Innfloh" war damals noch ein "Maulwurf". ha



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