Passend zur Faschingszeit präsentierte die Bläserphilharmonie Inn-Chiemgau klassische Werke, die allesamt dem Motto "Maskenspiele" zugeordnet werden konnten. Symphonic Brass and Woodwinds, kurz Sym-Bra-Wo, nennt sich das Orchester unter der musikalischen Leitung von Stephan Ametsbichler. Gegründet wurde es im Februar 2011. Die beiden Konzerte in Bad Aibling und Hohenaschau sind die Höhepunkte und der Abschluss der zweiten Arbeitsphase der mittlerweile mehr als 40 Mitwirkenden. Die Idee, die hinter Sym-Bra-Wo steht, ist, Musikerinnen und Musikern aus der Region die Chance zu bieten, durch intensive Probenphasen und Konzerte ihr Können zu erweitern. So besteht Sym-Bra-Wo aus einer Mischung aus Profis und engagierten Laien unterschiedlichster Altersklassen.

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Mehr als 40 Musikerinnen und Musiker musizierten im Kurhaus in Bad Aibling. Foto Binder
Im Bad Aiblinger Kurhaus überzeugte dieses Blasorchester größtenteils. Antonin Dvoraks Konzertouvertüre op. 92 "Karneval" eröffnete den Abend schwungvoll und ausdrucksstark. Dass Masken nicht immer nur mit Spaß und Freude verbunden sind, sondern ganz im Gegenteil auch von Verbrechern benutzt werden, betonte Stephan Ametsbichler in seinen Erläuterungen zwischen den einzelnen Stücken. In Giuseppe Verdis "Maskenball" kommt dies deutlich zum Ausdruck, denn die Mörder des schwedischen Königs verbergen ihre Gesichter wie der König selbst hinter Masken. Aus der berühmten Verdi-Oper spielte Sym-Bra-Wo "Festa da Ballo e Coro", ebenfalls voll Überzeugung. Nur mit der Suite aus Richard Strauss Oper "Der Rosenkavalier" hatten sich die Musikerinnen und Musiker übernommen. Sie mühten sich hörbar, kamen dennoch nur einigermaßen überzeugend durch das schwere Stück.
Nach der Pause ging es mit beschwingten, fröhlichen Rhythmen weiter. Bei der Ouvertüre zu Johann Strauß' Operette "Die Fledermaus", bei "Harlequin" von Franco Cesarini und zum Abschluss bei Aram Chatschaturjans "Masquerade" gelang es Sym-Bra-Wo aufzuzeigen, wie facettenreich Musik sein kann. Walzermelodien wechselten sich ab mit melancholischen Sätzen, träumerische Passagen führten wiederum zu beschwingten Walzern.



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