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Rückschläge und Hoffnungsschimmer

Der BFV-Futsal-Beauftragte Armin Bernard zieht Bilanz und blickt in die Zukunft

Rückschläge und Hoffnungsschimmer

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Die Gruppe Chiem hat auch in diesem Jahr im Futsal kräftig abgeräumt - und kann noch einiges erreichen, schließlich spielt der SV-DJK Kolbermoor am heutigen Samstag, 14 Uhr, vor heimischer Kulisse um den Einzug ins süddeutsche Endturnier. Der Futsal-Motor in Rosenheim und Umgebung, Armin Bernard, zieht dennoch schon ein Fazit über die Wintersaison.

Armin Bernard ist der Futsal-Beauftragte des BFV.

© OVB

Armin Bernard ist der Futsal-Beauftragte des BFV.

n Herr Bernard, heute geht es für Kolbermoor um den Einzug ins süddeutsche Endturnier. Wie sehen Sie die Chancen?

Für mich gibt es da keine Frage, ich bin mir sicher, dass Kolbermoor ins Final-Four-Turnier einziehen wird. Gegner Überauchen muss man zwar ernst nehmen, immerhin ist dies ebenfalls ein Bezirksligist aus dem Schwarzwald. Schon allein die Erfahrung spricht aber klar für Kolbermoor.

n Wie weit kann der SV-DJK kommen, was trauen Sie Pelz & Co. zu?

Ich sehe auch gute Chancen dafür, dass Kolbermoor bis in die deutsche Endrunde nach Lübeck kommen kann. Rüsselsheim war im letzten Jahr stark, aber Kolbermoor braucht sich vor keinem Gegner zu verstecken.

n Wie lautet Ihr bisheriges Saisonfazit?

Man hat wieder gesehen, dass Futsal in Bayern in der Gruppe Chiem seinen sportlichen Schwerpunkt hat. Das oberbayerische Finale war mit Kolbermoor und dem SB Rosenheim besetzt, bei der bayerischen Meisterschaft hat sich Kolbermoor durchgesetzt. Das erfüllt mich irgendwo schon mit einer gewissen Genugtuung und zeigt, dass man mit Engagement etwas erreichen kann.

n Worauf führen Sie diese Erfolge zurück?

Zum einen darauf, dass wir hier schon früh damit begonnen haben, Futsal zu testen und zu spielen. Zum anderen sind die Mannschaften durch den Liga-Spielbetrieb öfter im Einsatz und haben mehr Spielpraxis. Das ist wichtig, denn von der Taktik her ist Futsal ein ganz anderes Spiel als der normale Hallenfußball.

n Sie haben ja hier das Vorzeigemodell mit einem jährigen Liga-Spielbetrieb. Wie geht es damit weiter?

Wir haben den Liga-Spielbetrieb schon seit fünf Jahren, heuer erstmals sogar mit drei Spielklassen, auch wenn die dritte Liga nur aus sechs Mannschaften bestand. Aber ich denke, das wird sich schon zum nächsten Jahr weiter steigern. Ich bin auch guter Hoffnung, dass außerhalb der Gruppe Chiem etwas passiert. Nicht zuletzt deshalb haben wir ja einen Spieltag in Traunstein abgehalten. In Oberbayern dürften sich für den nächsten Winter Ligen in den Kreisen Zugspitze und Donau/Isar ergeben.

n Wo sehen Sie noch Probleme?

Es gibt immer noch Vorbehalte, diese gilt es schnellstmöglich auszuräumen. Wir sind momentan der einzige Ligen-Spielbetrieb in Bayern - das macht vom Ruf einiges her. Allerdings muss sich das demnächst ändern. Ohne Sponsoren ist das aber auch nicht möglich, denn die Kosten für Hallen und Schiedsrichter kann man nicht komplett den Vereinen aufbürden. Hier bin ich dankbar dafür, dass wir bei Ferdinand Steinacher und Auerbräu auf große Unterstützung bauen können. In anderen Bezirken gibt es aber auch Kreise, die partout keine Liga wollen. Ich bin aber überzeugt, dass man einen Spielbetrieb problemlos aufbauen kann, wenn man sich als Funktionär mit Futsal identifiziert.

n Im Jugendbereich ergreifen immer mehr Vereine die Initiative und veranstalten Futsalturniere. Das kann Ihnen doch nur gefallen, oder?

Das freut mich sehr sogar. Ich würde mir wünschen, dass der offizielle Meisterschaftsbetrieb im Futsal nicht nur auf die C-Junioren beschränkt ist, sondern von der A- bis zur F-Jugend gespielt wird. Ich möchte deshalb auch einen Antrag verfassen, dass sich der Bayerische Fußball-Verband diesbezüglich damit beschäftigt.

n Wo sehen Sie Futsal in fünf Jahren?

Ich hoffe, etwas weiter als momentan. Die Schritte, die wir derzeit machen, sind klein und sehr mühsam. Und wenn ich sehe, dass überall in Deutschland im Jugendbereich mehr Futsal gespielt wird, dann haben wir hier Nachholbedarf und müssen noch was tun. Interview: Neumeier

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