Die Fußballer der Kreisliga 1 beenden am Wochenende ihre Winterpause. Mit folgenden Begegnung der heimischen Vereine:

Anstoß: Der Ball rollt wieder in der Kreisliga 1. Foto czw
SV Vogtareuth - SV Aschau, Sonntag 14.30 Uhr. Auch die Aschauer starten wieder in das Rennen um die Punkte in der Kreisliga 1. Dabei ist allen klar, dass sie als Tabellenvorletzter mit 15 Punkten Zählbares liefern müssen. Sonst schaut es mit dem Klassenerhalt nicht gut aus. Doch Trainer Andreas Singer ist zuversichtlich, dass der Ernst der Lage allen Spielern klar ist und sie sich auch "voll reinhängen werden". Das habe man bereits in der Vorbereitung gesehen. "Die Burschen sind engagiert und ziehen voll mit", lobt Singer. Allerdings sei die Vorbereitung auch erschwert worden, da nicht immer alle Spieler beim Training dabei sein konnten. Das ziehe sich wie ein roter Faden durch die gesamte Saison, damit sei auch kein geregelter Trainingsbetrieb möglich. Die vier Vorbereitungsspiele haben die altbekannten Probleme wieder aufgezeigt: Aschau hat Schwierigkeiten das Spiel zu machen. Zudem fehle den jungen Spielern die notwendige Erfahrung und Ruhe, um ein Spiel auch einmal sicher nach Hause zu schaukeln.
41 Gegentreffer in 17 Spielen zeigen darüber hinaus, dass die Abwehr nicht sehr sattelfest ist. Gegner Vogtareuth hatte am vergangenen Wochenende bereits sein erstes Spiel nach der Winterpause und dabei dem Tabellenvierten Endorf gleich ein Unentschieden abgetrotzt. Mit 26 Punkten ist Vogtareuth zwar ganz gut dabei, kann sich aber auch noch nicht in Sicherheit wiegen.
Am vergangenen Wochenende haben sie bereits durch einen Sieg gegen die ebenfalls abstiegsbedrohten Großkarolinenfelder aufhorchen lassen. Mit Dejan Pajic haben sie zudem den Top-Torjäger der Kreisliga in ihren Reihen. Damit ist Vorsicht angesagt für Oberndorf. Doch der Tabellenfünfte möchte seinerseits vor eigenem Publikum auch gerne einen Dreier einfahren, um sich in der Tabelle noch weiter nach vorne zu schieben. Trainer Tom Reiser kann mittlerweile wieder auf den gesamten Kader zurückgreifen.
ASV Au - FC Grünthal, Sonntag 14.30 Uhr. Zu einem echten Nachbarschaftsderby kommt es am Sonntag in Au, wenn der Tabellenzweite FC Grünthal beim Tabellendritten ASV Au zu Gast ist. Beide sind nur durch zwei Punkte voneinander getrennt, sodass der Sieger der Partie auf alle Fälle auf dem zweiten Tabellenplatz stehen wird. Deshalb hat Grünthals Trainer Albert Deissenböck auch ein Unentschieden als Minimalziel ausgegeben. Er trauert noch ein bisschen den vergebenen zwei Punkten aus dem Spiel vom vergangenen Wochenende gegen Rimsting nach. Eklatante Abwehrfehler hatten den Grünthalern den Start nach der Winterpause etwas verhagelt und am Ende mussten sie sogar froh sein, dass sie noch ein Unentschieden retten konnten. Gegen Au, da ist sich Trainer Deissenböck sicher, stehen sie vor einer merklichen schwierigeren Aufgabe.
Der ASV Au hat sich vor Beginn der Saison selbst zum Aufstiegsfavoriten erklärt, ist mit dem dritten Platz aber bisher hinter seinen Erwartungen zurück geblieben. Daher sieht Deissenböck den größeren Druck beim ASV Au: "Die werden selber angreifen", vermutet er. Das käme dem Spiel der Grünthaler entgegen, die gerne mit schnellen Kontern operieren, sich aber schwerer tun, wenn sie die Offensive forcieren müssen. Im Hinspiel haben sich beide Mannschaften leistungsgerecht mit einem Unentschieden getrennt.
SV Riedering - SV Reichertsheim, Sonntag 15 Uhr. Der SV Reichertsheim greift erst an diesem Sonntag in den Kampf um die Punkte wieder ein. Trainer Christian Wagenspöck ist ganz zufrieden mit dem Verlauf der Vorbereitung. Die Ergebnisse der Vorbereitungsspiele seien zwar durchwachsen gewesen, doch sie hätten es auch durchweg mit höherklassigen Mannschaften zu tun gehabt. Einziger Wermutstropfen seien die zahlreichen Verletzten, die es während der Vorbereitung gegeben habe. Hier weiß er bisher noch nicht, wer tatsächlich am Sonntag gegen Riedering auflaufen wird. Bereits gut integriert habe sich der Neuzugang Max Schmitt von der DJK Oberndorf, der in der Vorbereitung alle Spiele mitgemacht habe.
In Riedering erwartet Wagenspöck einen Kampf auf Biegen und Brechen. Der Tabellenletzte Riedering hat zwar nur acht Punkte auf seinem Konto, doch das Wort "Aufgeben" existiert im Wortschatz dieser Mannschaft nicht. Das konnte Trainer Wagenspöck auch erleben, als er die Riederinger bei ihrem Spiel gegen Raubling verfolgte. Obwohl sie dieses Spiel mit 0:5 verloren haben, haben sie bis zur letzten Minute gekämpft. Mit 47 Gegentreffern ist die Defensive der Riederinger nicht sehr sattelfest, was sie allerdings durch großen Kampfgeist immer wieder auszugleichen versuchen. Reichertsheims Trainer Wagenspöck warnt: "Da müssen wir zu 100 Prozent dagegen halten, sonst erleben wir in Riedering unser blaues Wunder". hsc



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