Waldkraiburg/Mühldorf/Wasserburg - Große Lettern reckten die Schulkinder zum Abschluss ihres Buchstabentanzes in die Höhe: "Zeitung in der Schule macht schlau fürs Leben!"

Jeden Morgen kommt die Heimatzeitung kostenlos und druckfrisch in den Klassenzimmern an. Wie die 3a der Graslitzer-Grundschule, so beschäftigen sich insgesamt rund 450 Kinder intensiv mit dem Thema Zeitung. Fotos hg
Unter dieses Motto stellte die Graslitzer Schule in Waldkraiburg gestern bei der offiziellen Auftaktveranstaltung das Projekt "Zeitung in der Grundschule".
Neben dem Lesen und Auswerten der Zeitung gehört auch eine außerschulische Veranstaltung zum Programm, bei dem die Klassen selbst einen Bericht für die Leserinnen und Leser ihrer Heimatzeitung verfassen.
"Erschreckend wenig KInder" haben Zugang zur Zeitung, meint Rektor Hans Bichlmaier, der für die Auftaktveranstaltung mit Pressezylinder und -krawatte ausgestattet wurde. Er hofft, das sich mit dem Projekt an seiner Schule etwas ändert. Denn "die Zeitung, gerade die Lokalzeitung" sei ein wichtiges Medium für die Allgemeinbildung.
Die große Bedeutung des Lesens als Kulturtechnik hob Schulamtsdirektor Paul Schönstetter hervor. Das Projekt biete den Schülern die Gelegenheit, die Informationsentnahme und -aufnahme zu üben, um bescheid zu wissen, über Deutschland und die ganze Welt, über die Fußball-Bundesliga und vor allem die Umgebung, in der sie leben.
Wie Schönstetter, so wurden auch Martin Burggraf und Siegfried Sieghart von der "VR - Meine Raiffeisenbank" Altötting-Mühldorf von den Schülern mit Zeitungshüten eingekleidet. Sie vertreten einen wichtigen Partner, der "Zeitung in der Grundschule" finanziell unterstützt.
Rund 18000 Schüler haben seit den 90er-Jahren an Zeitungsprojekten des Oberbayerischen Volksblattes und seiner Lokalausgaben teilgenommen. Viele waren vom ersten Tag an mit großer Freude dabei. Anderen erging es so wie einem Viertklässler der Graslitzer Schule, der in seiner Zeitungsmappe nach den ersten Tagen als Zwischenfazit festhält: "Ich dachte zuerst, das ist langweilig, aber es ist doch interessant."
hg/Waldkraiburger Nachrichten



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