Im Rahmen des Projektes "Zeitung in der Schule" besuchte die 3c der Grundschule am Goetheplatz die Raiffeisenbank Waldkraiburg. Die kleinen Reporter wollen genau wissen, wie es mit Falschgeld in der Stadt aussieht.

Kleine Reporter: die 3c der Goetheschule mit ihrem Lehrer Wolfgang Scherff.
Waldkraiburg - Gibt es Falschgeld in Waldkraiburg? Diese Frage musste Siegfried Sieghart, Geschäftsstellenleiter der Raiffeisenbank in Waldkraiburg, leider bejahen. So wurden letztes Jahr in Waldkraiburg vier gefälschte Geldscheine entdeckt.
Zudem registrierte man in ganz Deutschland im ersten Halbjahr 2010 immerhin 33700 falsche Euro-Banknoten. Der durch Falschgeld verursachte Schaden betrug 1,9 Millionen Euro, wie die Kinder erfuhren. Fast zwei von drei Fälschungen betreffen die 50-Euro-Banknote.
Was passiert, wenn man unwissentlich mit Falschgeld bezahlen will, doch das Falschgeld wird vom Verkäufer erkannt? Die herbeigerufene Polizei stellt das Falschgeld sicher. Dem Kunden, der nichts von der Fälschung wusste, droht keine strafrechtliche Verfolgung. Allerdings bekommt er seinen Schaden nicht ersetzt, denn gefälschte Banknoten sind vollkommen wertlos. Wer aber Banknoten weitergibt, von denen er glaubt oder weiß, dass es sich um Fälschungen handelt, begeht eine Straftat.
Die Schüler stellten dem Bankchef viele Fragen. Auch wollten sie wissen, wie man Falschgeld von richtigem Geld unterscheiden kann. Sieghart nannte das "Sehen-Fühlen-Kippen"-Prinzip. Beim Sehen beachtet man das Wasserzeichen, den Sicherheitsfaden und das Durchsichtselement. Beim Fühlen fährt man mit dem Finger über die Vorderseite einer Banknote und bemerkt, dass der Aufdruck an manchen Stellen dicker ist. Beim Kippen werden das Hologramm und der Glanzstreifen mit optisch variabler Farbe sichtbar.
Die Kinder hatten nun die Gelegenheit, anhand von echten Geldscheinen die Eigenschaften der Euro-Banknoten zu überprüfen.
Auch Euro-Münzen werden gefälscht. Aber hier lassen sich ebenfalls Fälschungen erkennen. Bei echten Münzen tritt das Münzbild deutlich abgegrenzt aus dem Münzgrund hervor. Die Randprägungen der echten 2-Euro-Münzen sind gestochen scharf in den Münzrand eingeprägt. Echte 1-Euro- und 2-Euro-Münzen sind nur schwach magnetisch. Sie bleiben zwar am Magneten haften, lassen sich dann aber auch leicht wieder ablösen.
Mithilfe von Euro-Münzen und eines Magneten untersuchten die Kinder die Münzen selbst. Abschließend führte Sieghart aus, dass die Euro-Banknoten für Deutschland von der deutschen Bundesbank hergestellt werden. Diese interessanten Informationen wurden von einigen Schülern fleißig notiert. Klasse 3c



Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.