Einen "Sechser", der durchaus mit einem Sechser im Lotto zu vergleichen ist, fuhr das DNL-Team der Starbulls Rosenheim am Wochenende in der Deutschen Nachwuchsliga ein. Am Samstag bezwang die Mannschaft von Thomas Schädler den ESV Kaufbeuren mit 4:0 (1:0, 2:0, 1:0), am Sonntag siegte sie beim EV Füssen mit 7:4 (1:1, 3:1, 3:2) und verschaffte sich somit Luft im Abstiegskampf. Vom sicheren Klassenerhalt zu sprechen wäre aber ein Fehler. "Das P-Wort (Play-off, die Red.) ist bei uns streng verboten", so Schädler, der an der Zielsetzung Nichtabstieg nichts ändert. Schließlich hat es das Restprogramm in sich.
Ein hartes Stück Arbeit war der 4:0-Heimsieg gegen Kaufbeuren, wobei Rosenheims Torhüter Timo Herden seinen zweiten Shutout der laufenden Saison feiern konnte - der erste war übrigens beim letzten Duell in Kaufbeuren (ebenfalls 4:0). Die Grün-Weißen konnten verstärkt durch Max Renner, Max Meirandres, Dominik Daxlberger und Dominik Luft antreten und agierten mit drei Reihen. Die erste zwingende Torchance sahen die Zuschauer erst in der 14. Minute, als der Pfosten für die Gäste rettete. Nachdem die Hausherren eine Unterzahlphase überstanden hatten, kamen sie deutlich besser ins Spiel und gingen in der 19. Minute durch Benjamin Zientek in Führung. 55 Sekunden nach der ersten Pause jubelten die Starbulls zum zweiten Mal, doch der Treffer fand wegen Torraumabseits keine Anerkennung. In der 32. Minute war es dann allerdings so weit: Dennis Reimer vollstreckte, nachdem er den Puck auf die Kelle bekam und das Tor nach einer vorgehenden Rettungsaktion des gegnerischen Keepers leer stand. Danach wurde die Partie deutlich ruppiger. Neben zwei Faustkämpfen gab es jedoch auch noch einen Treffer zu sehen: In Minute 38 schloss Luft eine Co-Produktion von Bronislaw Tomaschewski, Michael Messner und Reimer ab. Im Schlussabschnitt überstand Kaufbeuren zwei Unterzahlspiele, ehe in der 48. Minute ihr Spieler Nico Sturm nach einem Kniecheck an Daxlberger mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe belegt wurde. Nur elf Sekunden später verabschiedete sich auch Rosenheims Reimer nach einem Foul - er kassierte sogar eine Matchstrafe nach einem Check von hinten. Den 4:0-Endstand fixierte Florian Gaschke in der 57. Minute.
Einen Super-Start ins Match beim EV Füssen hatten die Starbulls. Nach nur 108 Sekunden gingen sie durch Tomaschewski mit 1:0 in Front. In der 14. Minute kassierten sie den Ausgleich durch Dominik Meisinger. Besser lief es wieder im Mittelabschnitt, in dem Leopold Tausch und Daxlberger mit einem Doppelschlag innerhalb von 39 Sekunden für eine 3:1-Führung sorgten (27.). Nach dem Anschlusstreffer der Allgäuer stellte der wiedergenesene Manuel Hillinger den alten Zwei-Tore-Vorsprung wieder her. Im Schlussabschnitt schalteten die Rosenheimer noch einen Gang höher und zogen durch Tore von Zientek (47.) und Maximilian Merz im doppelten Überzahl (53.) auf 6:2 davon. Beinahe wäre das Match noch einmal spannend geworden, nachdem die Gastgeber bis 112 Sekunden vor dem Ende auf 4:6 verkürzen konnten und anschließend ihren Keeper durch einen sechsten Feldspieler ersetzten. Doch Tausch behielt 66 Sekunden vor Schluss die Übersicht und erzielte das Empty-net-goal zum 7:4-Endstand. now



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