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Eishockey: Starbulls Rosenheim: Der Topscorer als Spätstarter

Bemerkenswert: Ab der 18. Minute schlägt Corey Quirk zu

Der Topscorer als Spätstarter

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Rosenheim - Was den Kaufbeurer Jokern aufgrund der Rosenheimer Last-Minute-Energieleistung am letzten Wochenende verwehrt blieb, das schafften die Starbulls Rosenheim gegen Ravensburg, nämlich alle vier Saisonspiele in regulärer Spielzeit zu gewinnen.

OVB

© bz

Fast nicht zu bremsen: Starbulls-Stürmer Corey Quirk.

Starbulls-Special:

Dieses Schicksal teilt sich der amtierende Meister mit dem Absteiger des Vorjahres, den Freiburger Wölfen, allerdings mit noch gravierenderem Negativ-Torverhältnis. Die Freiburger verloren drei- von viermal relativ knapp (Gesamttorverhältnis 10:17), während die Towerstars dreimal so viele Treffer zuließen, wie sie selbst schossen (6:18). Aber auch im Vorjahr hatten die Starbulls in der Punkterunde die Ravensburger dreimal besiegt, ehe diese im Halbfinale dann den Spieß umdrehten.

Ganz so negativ ist die Rosenheimer Bilanz gegen die Heilbronner heuer nicht. Wenigstens das erste Auswärtsspiel hatten die Starbulls gewinnen können. Und auswärts spielen Franz Steers Mannen in jüngster Zeit wieder wesentlich erfolgreicher als zuhause. Während sie aus den letzten drei Heimspielen nur den Overtime-Sieg gegen Kaufbeuren als Plus vorweisen können, sind sie in den letzten sechs Gastspielen nie ohne Punkt heimgekehrt! Zwar gingen drei der Spiele in der Overtime verloren, aber elf von 18 Punkten machen doch in der Tabelle mehr her als zwei von neun wie zuletzt in eigener Halle. Heilbronn kam am Sonntag nach langer Landshuter Herrschaft als Tabellenführer nach Rosenheim, und da ergab sich eine verblüffende Parallele. Mitte Dezember waren die Niederbayern ebenfalls als Topteam bei den Starbulls angetreten und hatten das Gleiche geschafft wie diesmal die Falken, nämlich durch ein 3:0 im letzten Drittel einen Rückstand noch in einen Sieg zu verwandeln.

Ein paar Dinge verliefen an diesem Wochenende grundsätzlich anders als zuletzt. So fielen zum Beispiel nach längerer Zeit wieder einmal Powerplaytore, sowohl für als auch gegen die Starbulls. Andrej Strakhovs Überzahltor zum Endstand in Heilbronn beendete eine Durststrecke von 19 Powerplay-Phasen mit einer Gesamtlänge von 36:42 Minuten in den fünf Spielen davor. Und ein paar Minuten eher hatten auch Beppo Frank & Co. mal wieder einen solchen Treffer zulassen müssen. Zuvor hatten sie sogar 20 gegnerische Überzahl-Phasen von fast exakt der gleichen Dauer (36:40), verteilt auf vier Spiele, überstanden. Und darüber hinaus hatte Corey Quirk zweimal (gegen Crimmitschau und in Heilbronn) in Unterzahl einen Penalty-Shot herausgeholt und verwandelt! Gegen alle Logik zählen diese Penalty-Tore offiziell nicht als Unterzahl-Tore; sonst wäre Quirk mit bereits fünf Shorthandern absoluter Rekordhalter der Liga.

Überhaupt Corey Quirk! Seine Point-Scoring-Serie läuft und läuft. Derzeit hat er (das eine Match, in dem er verletzt fehlte, ausgenommen), seit 19 Spielen stets gescort und dabei zehn Tore erzielt und weitere 21 vorbereitet und ist auf bestem Wege, die bisherige Neuzeit-Rekordserie von Stephan Gottwald (elf Spiele) zu verdoppeln! Und dabei erleben die heimischen Fans ja noch gar nicht den besten Quirk, denn in eigener Halle hat er mit fünf nicht einmal ein Drittel seiner bisher 16 Saisontore erzielt. Ein ähnliches Ungleichgewicht, allerdings genau umgekehrt, gibt es bei Gottwald (zuhause 15 Treffer, auswärts vier) und bei Dominic Auger (sieben Heim-, zwei Auswärtstore), während ein weiterer Torjäger vom Dienst, Patrick Asselin, keine Unterschiede macht (neun Tore zuhause, zehn auswärts). Und noch ein interessantes Detail zu Quirk: In den ersten 17 Spielminuten kann man ihn "vernachlässigen", dann aber wird es brenzlig für den Gegner. So hat er noch kein einziges Tor vor der 18. Spielminute geschossen, aber bereits fünf in den letzten drei Minuten des Anfangsdrittels. Wichtig? Nein. Interessant und kurios? Ja.

Ein letztes Detail: Die Bilanz der beiden gegnerischen Torhüter des Wochenendes könnte unterschiedlicher nicht sein. Der Ravensburger Christian Rohde verlor auch sein fünftes Zweitliga-Punktspiel gegen die Starbulls, während Ryan MacDonald im Heilbronner Kasten bereits zum vierten Mal in vier Matches siegreich blieb. Im Vorjahr hatte er für Weißwasser drei Spiele gegen Rosenheim gewonnen, eines davon in Overtime.

em/Oberbayerisches Volksblatt

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