Rosenheim - „Deine Größe macht mich klein, du darfst mein Bestrafer sein“, heißt es im Song „Bestrafe mich“ von Rammstein. Als „Bestrafer“ fungierten gestern die Roten Teufel aus Bad Nauheim. **Bilder, Live-Ticker und Pressekonferenz auf rosenheim24.de*

© Ziegler
Im vierten Match der Play-off-Viertelfinalserie in der Eishockey-Oberliga haben die Starbulls Rosenheim gegen die Roten Teufel aus Bad Nauheim mit 2:6 verloren. Bestraft wurden Strafzeiten und bittere Fehler der Starbulls. In der Serie steht es jetzt 2:2-Unentschieden.
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Zunächst ließen sich die Nauheimer im Powerplay nicht lange bitten: Die ersten drei Strafzeiten der Rosenheimer (von insgesamt nur fünf) wurden zu Torerfolgen genutzt. Zweimal saß Andreas Paderhuber draußen, einmal musste Nicolas Ackermann in die Kühlbox. Die Gäste legten dabei ein teuflisch gutes Überzahlspiel an den Tag, gutes Stellungsspiel und ungemeine Passgenauigkeit waren die Trümpfe, die schließlich zu den Treffern zum 0:1 (Lanny Gare), 1:2 (Kyle Piwowarczyk) und 1:3 (Dennis Cardona) führten.
„Die Special Teams haben das Spiel entschieden“, musste Starbulls-Trainer Franz Steer ernüchtert feststellen. Vom Nauheimer Powerplay könnten sich die Rosenheimer einiges abschauen, war die Überzahl der Starbulls doch einmal mehr wirkungslos. „Unser Überzahl war nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben. Wir haben es versäumt, zweimal bei Fünf-gegen-Drei-Situationen das Tor zu machen“, klagte Steer, der zudem bei zwei Gegentoren Kritik am Schiedsrichter übte. So vor allem beim dritten Gegentor, als Niko Senger in Unterzahl in einen Zweikampf an der Bande verwickelt wurde und ohne Helm zurückkam; er musste schnurstracks in Richtung Spielerbank. „Dem wurde der Helm runtergezogen, das kann man pfeifen. So waren wir zwei Mann weniger.“ Und der freistehende Nauheimer Cardona netzte ein.
Auf der anderen Seite scheiterten die Rosenheimer immer wieder an Torwart Markus Keller. Lediglich Dylan Stanley mit einer starken Einzelaktion zum 1:1 und der immer torgefährlicher werdende Marcus Marsall zum 2:4 konnten Bad Nauheims Goalie überwinden. „Er hat einen super Job gemacht“, lobte Gäste-Trainer Fred Carroll, der von der besseren Tagesform sprach, die für sein Team entschied. Zudem meinte er: „Wir haben weniger Fehler gemacht als Rosenheim.“ Stimmt, denn neben den Gegentoren in Unterzahl mussten die Starbulls auch noch zwei Treffer nach krassen Fehlpässen hinnehmen; so fielen das 1:4 (wiederum Gare) und das 2:5 (durch Tobias Schwab). Die Rosenheimer kassierten noch ein weiteres Gegentor: Gare krönte seine gute Leistung mit dem dritten Tor an diesem Tag, diesmal ins verwaiste Starbulls-Gehäuse.
Man habe erneut auf den Körper spielen wollen, dies habe Bad Nauheim nicht zugelassen, meinte Steer; die Wetterauer hatten also aus zwei Niederlagen gelernt. Mal sehen, welche Lehren die Starbulls nun ziehen...



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