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Rosenheimer Eishockeyspieler gewannen gestern Abend in Nauheim nach Verlängerung mit 3:2

Stephens lässt die Starbulls jubeln

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1985 sind die Rosenheimer Eishockeyspieler das zweite Mal deutscher Meister geworden (wir berichteten) und 1985 hatte die Gruppe Duran Duran einen Nummer 1-Hit. Der hieß „Wild Boys“ und genau dieser Titel passt derzeit auf die Starbulls-Mannschaft von 2010.

© Storch

Stephan Gottwald dreht nach dem entscheidenden Treffer durch Mitch Stephens (nicht auf dem Bild) zum 3:2-Sieg nach Verlängerung jubelnd ab.

© Storch

Die „Wilden Jungs“ haben gestern Abend mit einem 3:2 (2:1/0:0/0:1/1:0)-Sieg nach Verlängerung die Viertelfinal-Serie nach 0:1-Rückstand gedreht, führen mit 2:1 und jetzt heißt es – Vorteil Starbulls Rosenheim. Mit zwei Heimsiegen können die Steer-Schützlinge die Serie für sich entscheiden und ins Halbfinale einziehen. Bereits morgen, Dienstag, 19.30 Uhr, könnten die Rosenheimer im Heimspiel gegen Bad Nauheim den nächsten wichtigen Schritt tun. Das Eishockey-Fieber steigt in Rosenheim und zu diesem Spiel erwarten die Verantwortlichen an die 3000 Zuschauer.„Ein hochklassiges Spiel zweier Top-Mannschaften, hatte Neuheims Trainer Fred Carroll mit 2000 Zuschauern gesehen und musste erkennen, dass „man sich eben keine Fehler erlauben darf.“ Beim frühen 0:1 nach nur 59 Sekunden hatte sich seitens der Roten Teufel niemand für Stephan Gottwald zuständig gefühlt, der ungestört den Puck ins gegnerische Drittel tragen und schließlich einschießen konnte. Beim zweiten Gegentreffer standen die Gastgeber gar mit einem Spieler mehr auf dem Eis, als Dylan Stanley einen Konter erfolgreich abschließen konnte (28.). Und beim dritten Treffer – in der Verlängerung wurde mitjeweils vier Feldspielern agiert – wurde Mitch Stephens nicht energisch genug attackiert. „Da darf man nicht nur nebenher fahren“, ärgerte sich Carroll.

Franz Steer, sein Pendant, sprach von einem „glücklichen Sieg, der allerdings durchaus verdient war.“ Das Spiel der Gäste wirkte souveräner und auch flüssiger. Bad Nauheim bemühte hingegen schon frühzeitig – ab dem zweiten Drittel – die Brechstange. Erneut erfolglos: das Powerplay. Gleich fünf Minuten „am Stück“ standen die Hausherren im ersten Abschnitt mit einem Mann mehr auf dem Eis; zwischenzeitlich sogar mit zwei Spielern mehr, doch immer wieder brachten die bravourös kämpfenden Starbulls einen Schläger dazwischen.

Bad Nauheim wirkte insgesamt glücklos und zuletzt doch ausgepumpt, ehe Kyle Piwowarczyk doch noch den Ausgleich über die Linie drückte. Die Gastgeber bekamen anschließend noch ein Powerplay, konnten aber keine Entscheidung erzwingen und wurden letztlich bestraft.

Spielstatistik Bad Nauheim - Starbulls 3:2 (2:1/0:0/0:1/1:0). Tore: 0:1 (1.) Stephan Gottwald (Alan Reader, Matthias Bergmann), 0:2 (28.) Dylan Stanley (Unterzahl-Tor) (Mitch Stephens, Ron Newhook) 1:2 (31.) Tobias Schwab (Jan Barta, Landon Gare), 2:2 (57.) Kyle Piwowarczyk (Christian Franz, Alexander Baum), 2:3 (62..) Mitch Stephens (Stephan Gottwald).

Strafzeiten: Bad Nauheim, 8, Rosenheim 10.

Zuschauer: 1954.

bz/mn

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