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Starbulls Rosenheim unterliegen nach Verlängerung mit 1:2

Eishockey-Krimi geht an Bad Nauheim

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Bad Nauheim - Es war kein hochklassiges Spiel aber am Ende ein wahrer Eishockey-Krimi – allerdings mit keinem guten Ende für die Starbulls Rosenheim.

Die Mannschaft von Trainer Franz Steer unterlag im fünften Play-off-Viertelfinale der Eishockey-Oberliga beim EC Bad Nauheim mit 1:2 nach Verlängerung und steht nun gewaltig in der Pflicht. Gelingt am Sonntag kein Heimerfolg, dann ist die Saison für die Starbulls beendet.

Dabei stand die Begegnung im Colonel-Knight-Stadion bis zum Schluss auf des Messers Schneide und auch Rosenheim hätte den Sieg davontragen können. Über weite Strecken verlief das Match ausgeglichen, lediglich die Anfangsphase gehörte den Gastgebern. Bad Nauheim startete furios, ging nach 68 Sekunden durch Tobias Schwab in Führung und hatte noch zwei gute Szenen. Ab der vierten Minute fingen sich die Starbulls und konnten das Spiel ausgeglichen gestalten. Rosenheim bekam ebenfalls Gelegenheiten und so war der Ausgleichstreffer durch Ron Newhook nicht unverdient, wobei Rote-Teufel-Goalie Markus Keller nicht unbedingt die beste Figur machte.

Ähnlich verlief auch das zweite Drittel, in dem die Grünweißen noch besser mitmischten und sich ein leichtes Chancenplus erarbeiteten. Eine gute Möglichkeit ging dabei auf Dylan Stanley , der beinahe ein Unterzahltor markiert hätte. Das Spiel blieb auch im letzten Abschnitt spannend und interessant. Auf beiden Seiten ergaben sich Möglichkeiten und die über 2000 Fans sahen eine abwechslungsreiche Partie. Rosenheim kämpfte, überstand über eine Minute lang eine Drei-gegen-Fünf-Unterzahl, nachdem zunächst Newhook und dann Matthias Bergmann auf dike Strafbank mussten. Diesmal stach das Powerplay der Roten Teufel nicht, die Starbulls arbeiteten gut in nummerischer Unterlegenheit. Auch diese Situation wurde gemeistert und die rund 60 mitgereisten Rosenheimer Fans durften hoffen.

Und erneut ging das Duell in die Verlängerung – wie schon Spiel drei, als die Starbulls mit 3:2 gewannen. Diesmal allerdings sollte das Pendel zugunsten der Wetterauer ausschlagen. Die Gäste leisteten sich einen leichtfertigen Scheibenverlust, den Lanny Gare (war zuletzt in Rosenheim bereits dreifacher Torschütze) eiskalt zum Siegtor für Bad Nauheim nutzte. Am Sonntag geht das Duell nun im Rosenheimer Kathrein-Stadion (Beginn ist um 18 Uhr) in die sechste Runde – es könnte die letzte sein. Bad Nauheim hat den ersten Matchball, während die Starbulls nun unter Zugzwang sind. „Vielleicht mag es für den einen oder anderen komisch klingen, doch frag ich mich dann wo bin ich jetzt, wo will ich hin. Auf welchem Wege möcht ich mein Ziel erreichen, muss ich dabei rennen oder will ich dabei schleichen?“, rappen die Herren von „Fettes Brot“ in ihrem Song „Sonntag“. Die Starbulls sollten sich morgen einmal mehr fürs rennen entscheiden...

Statistik: EC Bad Nauheim – Starbulls Rosenheim 2:1 n.V. (1:1, 0:0, 0:0, 1:0). Tore: 1:0 (2.) Schwab/Baldys, 1:1 (18.) Newhook, 2:1 (65.) Gare/Schwab; Strafminuten: Bad Nauheim 6, Rosenheim 14 plus 10 Disziplinar für Bergmann; Zuschauer: 2116.

tn

Rubriklistenbild: © re

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