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Eishockey: Starbulls Rosenheim: Für außergewöhnliche Leistungen gut

Für außergewöhnliche Leistungen gut

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Rosenheim - Das ist ja gerade noch mal gut gegangen: Am Wochenende drohte das erste Null-Punkte-Wochenende seit drei Monaten! Aus der Starbulls-Eishockeystatistik:

OVB

© Ziegler

So jubelte Marcus Marsall nach seinem Blitztor gegen Bietigheim, doch am Ende stand es 4:1 für die Gäste.

Starbulls-Special mit Bildern & Videos:

Nachdem am Freitag eine Kombination aus eigener schwacher Leistung und einem beileibe nicht wie ein Schlusslicht aufspielenden Gästeteam zu einer eher unerwarteten Heimniederlage geführt hatte, drohte gar das erste Null-Punkte-Wochenende seit drei Monaten, seit am dritten Saisonwochenende Weißwasser und Kaufbeuren jeweils mit 3:2 über die Starbulls triumphiert hatten.

Und zwei Drittel lang sah es auch am Sonntag danach aus, ehe sich wie schon öfters die bessere Kondition, bedingt auch durch die größere Kadertiefe, zugunsten Rosenheims auswirkte. In den letzten 16 Begegnungen haben Stephens & Co. nur zweimal das letzte Spieldrittel verloren, neunmal aber mehr Tore geschossen als der Gegner und dabei einige Male ein verloren geglaubtes Spiel noch drehen können. Ein absolutes Saison-Novum dabei: Obwohl die Dresdener eineinhalb Minuten vor Spielende mit dem sechsten Feldspieler noch zum Ausgleich kamen, besaßen die Starbulls diesmal die mentale Stärke, nach 57 Sekunden der Overtime den Zusatzpunkt zu ergattern. Zum achten Mal mussten die Jungs von Franz Steer in die Verlängerung, und erstmals gelang es ihnen, dem Gegner den "Sudden Death" zu versetzen, wie das früher einmal in weniger krampfhaft politisch korrekten Zeiten hieß. Zweimal erlitten sie ihn selbst, und von fünf Penalty-Schießen gewannen sie nur ein einziges.

Trotz der erwähnten überlegenen Kadertiefe lag die Torproduktion des Wochenendes ausschließlich beim Asselin-Quirk-Marsall-Sturm (plus Verteidiger Dominic Auger, dem Helden der Verlängerung), während die "Goldhelm-Connection" Gottwald/Stephens plus Simon Wenzel diesmal komplett leer ausging. Corey Quirk hält seine Serie von mittlerweile 15 Spielen in Folge mit sechs Toren und 19 Assists weiterhin am Laufen, und seine Nebenleute Patrick Asselin und Marcus Marsall traten nach drei beziehungsweise vier torlosen Partien auch wieder als Torschützen in Erscheinung. Leider blieb Marsalls Treffer nach 23 Sekunden der einzige gegen die Steelers, schaffte es aber immerhin auf Rang zwei der Rosenheimer Zweitliga-Blitztore. Nur Dominic Auger war beim 7:2 in Bietigheim noch fixer, als er schon nach 19 Sekunden sein Team auf die Siegesstraße brachte. Aber schon beim (viel zu einfachen) Ausgleich nur gut zwei Minuten später konnte man am Freitag ahnen, dass es diesmal nicht so einfach werden würde. Da half es auch nichts, dass man die beiden überragenden Scorer Brent Walton (null) und P. J. Fenton (ein Assist) fast kaltstellte. Nicht kaltstellen können die Starbulls dagegen heuer ihr neues "Schreckgespenst": Florian Iberer, der österreichische Blueliner der Eislöwen, rettete seiner Mannschaft wenigstens noch einen Punkt, und er hat den Starbulls heuer mehr Gegentreffer beschert als irgendein anderer Gegenspieler. Beim 4:1-Sieg in Rosenheim verdarb er Norm Maracle als einziger Schütze den Hattrick, und bei der höchsten Saisonniederlage (1:6 im "Elbflorenz") schoss er die Gäste mit einem Hattrick im ersten Drittel fast im Alleingang aus der Halle.

Einen interessanten Gegensatz weisen die beiden Spiele des Wochenendes in puncto Über- und Unterzahl auf. Während am Freitag mit je 2:25 Minuten Powerplay für jedes Team die geringste Zeit personellen Ungleichgewichts in Rosenheims Zweitliga-Neuzeit-Historie gegeben war, durften/mussten sich die Starbulls zwei Tage später sage und schreibe 14 Minuten in Über- und 10:23 Minuten in Unterzahl versuchen. Das Ergebnis war in beiden Fällen das gleiche: null Powerplay-Tore - gut für die zwischenzeitlich stark abgefallene Unterzahlbilanz, schlecht für das Powerplay, das fast die gesamte Saison einen der drei Spitzenränge belegte, sich derzeit aber mit dem erst zweiten Null-Tore-Wochenende der Saison ebenfalls im Abrutschen befindet. Noch ein interessantes "Schwarz-Weiß-Detail": Vor dem ersten Bietigheimer Treffer durch Doug Andress hatte Norm Maracle seinen Kasten 88:50 Minuten sauberhalten können (zweitlängste Phase der Starbulls-Historie), danach vergingen aber zwischen Marsalls Blitztor gegen die Steelers und Corey Quirks Ausgleich in Dresden satte 81:44 Minuten ohne Rosenheimer Torerfolg, die längste Durststrecke der laufenden Spielzeit. Man sieht, die Starbulls sind in jeder Hinsicht für außergewöhnliche Leistungen gut...

Manfred Eder (Oberbayerisches Volksblatt)

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