Bernau - Mit Franz Gasser verlässt die Bernauer Grundschule nicht nur ein "Urgestein", sondern auch ein "Fels im Sturm der Veränderungen", ein "Elternflüsterer" und "Sorgenversteher". Ganz persönlich und mit viel Herzblut verabschiedete das Lehrerinnen-Kollegium und viele Ehemalige ihren Kollegen, der fast 37 Jahre an der Bernauer Schule lehrte.

© OVB
Franz Gasser bei der "Zeugnis-Verleihung" mit den "Laudatorinnen" Brigitte Ludewig, Lisa Junkermann, Petra Matthes und Petra Henz (von links). Foto berger
Er habe ganze Generationen von Schülerinnen und Schülern begleitet und sie "inspiriert", indem er ihnen noch viel Wertvolleres vermittelt habe als "nur den reinen Lernstoff", würdigte der ehemalige Elternsprecher Dirk Decking.
Er sei immer der ruhende Pol gewesen, unterstrich Bürgermeister Klaus Daiber in der Aula. Pfarrer Josef Bacher hob besonders hervor, dass Gasser nicht nur ein ambitionierter Religionslehrer gewesen sei, sondern auch die Gottesdienste durch seine musikalischen Darbietungen bereichert habe.
Lobende Worte für Gasser fanden in der Feierstunde auch Sonnel Exner, eine ehemalige Kollegin, und der frühere Schulleiter Peter Ripke, der Gasser eine ganzen Reihen hervorragender Tugenden zuschrieb: geduldig, kompetent, kenntnisreich, realistisch, kritisch, zuverlässig, verantwortungsvoll, menschlich und "mit Schmunzelgarantie in allen Lebenslagen".
Dankesworte sprachen auch die ehemaligen Kolleginnen Lisa Wicha, Ilse Thönessen und Barbara Kuppe sowie per "Video-Botschaft" Donat Steindlmüller als ehemaliger Schüler. Mit Thomas und Michi Ott standen Vater und Sohn auf der Bühne, die beide bei Gasser in die Klasse gegangen waren.
Schulleiterin Petra Henz erinnerte daran, wie Gasser 1975 nach Bernau gekommen sei und schlüsselte akribisch auf, wie viele Minuten und Stunden er in seinen Dienstjahren absolviert habe - genau 7013 Tage.
Zum Auftakt des humorvollen Rahmenprogramms sang der Kinderchor das "Lied vom armen Dorfschulmeisterlein", dann erklärte das Kollegium im Singspiel "Was ist heit für a Dog?", wie man sich im Ruhestand die Woche gut einteilen kann. Grandios war der Auftritt des Duos Irmi Sunde und Brigitte Schneidzik, die "Pfiad di God" intonierten und den Text perfekt umgeschrieben hatten.
Gasser selbst begann seine Abschiedsrede mit einem Gruß an die "werte Trauergemeinschaft". Nun werde er "wegen guter Führung begnadigt". Er habe sich immer wohlgefühlt. "Es war wirklich eine schöne Zeit", so Gasser zum Abschied. daa
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