Traunstein - Die Angebote für Tagestouristen müssen nach Ansicht von Oberbürgermeister Manfred Kösterke noch attraktiver gemacht und ausgebaut werden. Die Rosentage seien ein erster Schritt gewesen.

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Die Rosentage seien ein erster Schritt gewesen, so das Stadtoberhaupt in der Jahreshauptversammlung der Werbegemeinschaft Traunstein.
Kösterke sprach über die Bedeutung des Tourismus für die Wirtschaft und den Handel in Traunstein. Er wies auf den "Chiemgau Tourismus" hin, dem alle 35 Städte und Gemeinden des Landkreises angehören. Sie zahlen jährlich eine halbe Million Euro ein, der Landkreis eine Million. "Nach Abzug aller Kosten konnte 2011 ein Betrag von 1,1 Millionen Euro für den Werbeetat verwendet werden", so Kösterke. Die Dachmarke "Chiemgau - Bayerns Lächeln" sei bundesweit gut eingeführt. Rund 81 Prozent der Touristen in der Region kämen aus Deutschland, machte er deutlich.
Der Anstieg der Gästezahlen in der Region habe zu keinem Übernachtungsplus geführt, da viele Privatvermieter aufgeben und damit Betten verloren gehen würden. Mit 115000 Übernachtungen im Jahr nehme Traunstein den elften Platz unter den 35 Landkreiskommunen ein. Jedoch seien in Traunstein in etwa genauso viele Tagestouristen, die das urbane Erlebnis, das Lebensgefühl einer Stadt sowie die Vielfalt an Geschäften und Gastronomie suchen. Tagestouristen ließen zwischen 90 und 100 Euro pro Person in der Stadt.
"Die Ausgaben der Übernachtungs- und Tagesgäste summieren sich im Landkreis auf jährlich 448 Millionen Euro Umsatz", sagte der Oberbürgermeister. Der Anteil des Einzelhandels liege bei rund 108 Millionen Euro. Nach Schätzungen des "Chiemgau Tourismus" entfalle etwa die Hälfte davon, also 54 Millionen Euro, auf die Kreisstadt. "Das entspricht fast 20 Prozent der gesamten Einzelhandelsumsätze in Traunstein", so Kösterke.
Aus diesem Grund müssten die Angebote für Tagestouristen in Traunstein noch attraktiver gemacht werden. Ein Anfang seien die Rosentage gewesen - jene Tage, an denen 13.000 Besucher in die Stadt kamen. Man dürfe aber die Ansiedlung eines Hotels oder einer Jugendherberge nicht aus den Augen verlieren. Mit dem Stadtmarketing sei man gerade dabei, neue Privatvermieter zu gewinnen, um den Rückgang der Bettenzahl zu stoppen.
Die Stadtmarketing Traunstein GmbH stellte zwei neue Projekte vor: "Einkaufsbummel mit Christa" ist eine Idee von Christine Schmidt-Sanetra. Sie lädt mehrere Frauen zum gemeinsamen Einkaufsbummel mit mehreren Traunsteiner Fachgeschäften ein - modische Beratung und Anprobe sowie auch kleine Kaffeepausen und Imbiss inklusive. Laut Schmidt-Sanetra sollen die Frauen Spaß haben, miteinander einzukaufen und sich über neue Mode zu informieren. Am Ende gibt es für jede Teilnehmerin den Traunsteiner Einkaufsführer.
Das zweite Projekt heißt "Traunstein hautnah". Wie Stadtmarketingkoordinator Jürgen Pieperhoff erklärte, soll im Frühjahr und im Herbst den Teilnehmern bei einer Busfahrt die Möglichkeit gegeben werden, hinter die Kulissen von Traunsteiner Firmen zu schauen, die viele oftmals überhaupt nicht kennen. Als Beispiele nannte er eine Brauerei, Druckerei oder Bäckerei.
bjr/Chiemgau-Zeitung
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