015.05.10|Chiemgau|Chiemgau|
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Grassau - Salz war früher sehr wertvoll. Auch heute noch weisen viele Bräuche und Redensarten auf die Bedeutung des "weißen Goldes" hin. Die Sonderausstellung "200 Jahre Soleleitung Reichenhall-Rosenheim" im Museum "Salz und Moor", dem Klaushäusl, geht der historischen Bedeutung des Salzes, der Arbeitsweise in der Saline und der Bedeutung der Soleleitung für Mensch und Herrscher auf den Grund. Die Ausstellung wird am heutigen Samstag eröffnet. Zudem ist von 9 bis 17 Uhr am Klaushäusl ein Salzmarkt mit vielen Angeboten.

© OVB
Das "weiße Gold" steht im Mittelpunkt: Eine neue Sonderausstellung, die heute im Museum "Salz und Moor" eröffnet wird, befasst sich mit der vor 200 Jahren in Betrieb genommenen Soleleitung von Reichenhall nach Rosenheim. Foto Eder
Die Ausstellung ist in mehrere Themenbereiche untergliedert. Sie beginnt mit der geschichtlichen Ausgangslage vor 200 Jahren. Ein erster Abschnitt stellt die damaligen Herrscher und ihr Machtbestreben dar und befasst sich mit der Säkularisation. Ein weiterer informiert über die Salzproduktion, das Salzsieden in Bad Reichenhall und unterstreicht die schwere Arbeit mit eindrucksvollen Zeichnungen und Gemälden. Rationalisierungsmaßnahmen führten zu einer höheren Salzproduktion und einem geringeren Energiebedarf.
Raum nimmt in der Ausstellung auch die Verwendung des Salzes ein. Als konservierender Stoff war es vor 200 Jahren unverzichtbar, aber auch in der Medizin wurde es eingesetzt.
Schließlich wird die Bedeutung der Soleleitung erklärt und der Weg von der Saline in Reichenhall bis zur Saline Rosenheim in Wort und Bild dokumentiert. Auch dem Salzhandel im Wandel der Zeit widmet sich die Ausstellung, zeigt, welche Transportmittel im 16., 17. und 18. Jahrhundert üblich waren und wie weit das Reichenhaller Salz in die Welt hinaus reiste.
Interessant ist auch zu erfahren, wie das Salz ins Meer kam, welche Bedeutung die Holzproduktion hatte und wie das Salz heutzutage verwendet wird. Schließlich werden 80 Prozent des Salzes für die Industrie produziert.
Viele Schaubilder und imposante Exponate - eines darunter stellt Napoleons Kampf in Waterloo dar - verdeutlichen die Bedeutung und die harte Arbeit rund um das weiße Gold. Die Ausstellung ist zu den Öffnungszeiten des Museums jeweils von Dienstag bis Samstag von 14 bis 17 Uhr und an Sonn- und Feiertagen von 10 bis 17 Uhr zu sehen. Die Ausstellung zusammengestellt haben Museumsleiter Dr. Klaus Thiele und Diether Endlicher. tb
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