010.03.10|Chiemgau|Chiemgau|
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Dass die Sprache Latein keine tote Sprache ist und die Spuren der Antike auch in der Gegenwart immer wieder zu Tage treten, machte der "Dies Latinus" (Lateintag) am Staatlichen Landschulheim Marquartstein deutlich. Organisiert von den Lateinlehrern des Gymnasiums stand der Tag diesmal unter dem Zeichen der Archäologie.

© OVB
Schüler des Landschulheims mit Dr. Susanne Nakaten bei einer Mini-Ausgrabung. Foto giesen
Marquartstein - Schulleiter Erwin Appenzeller, selbst "Lateiner" aus Passion, eröffnete den Tag im Festsaal der Schule mit einer freien lateinischen Ansprache, die drei Schüler aus dem Leistungskurs Latein - Janine Geigenmüller, Ferdinand Hinke und Florian Sänger - simultan ins Deutsche übersetzten.
Vor den Lateinschülern der Unter- und Oberstufe sprach anschließend Dr. Susanne Nakaten, Dozentin an der Universität Trier für klassische Archäologie, über Grabungs- und Konservierungstechniken. Sie erzählte auch sehr persönliche Erlebnisse und erklärte so ihre Motivation, sich überhaupt den Wissenschaften des Altertums zu widmen.
Höhepunkt war Dr. Nakatens Arbeitsstation, wo die Schüler eine Ausgrabung im Kleinen nachvollziehen konnten. In einem Korb hatte die Archäologin eine Miniaturausgrabung rekonstruiert und dabei Gegenstände in Lehm versteckt. Die Kinder hatten ein Areal abzustecken, zu vermessen und zu graben. Eine gemeinsame Brotzeit, gesponsert vom Verein der Freunde des Staatlichen Landschulheims und der Sparkasse Marquartstein, rundete den lehrreichen und kurzweiligen "Dies Latinus" ab. gi
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