Die Städtische Galerie Traunstein zeigt einen Überblick über 50 Jahre kubanischer Plakatkunst. Vernissage ist am Donnerstag, 30. Juni, mit Oberbürgermeister Manfred Kösterke um 19 Uhr. Der Sammler Pepe Menéndez, der auch selbst als Plakat-Künstler tätig ist, hält den Einführungsvortrag.
Traunstein - Seit ihrer Entstehung im 19. Jahrhundert ist die Plakatkunst angesiedelt in einem die Grenzen auflösenden Bereich zwischen Kunst, Werbung und Propaganda. In meist großen Auflagen hergestellt, soll das Plakat die Öffentlichkeit auf ein Ereignis aufmerksam machen und eine bestimmte Botschaft vermitteln. Die Neugierde, die die kubanische Werbe- und Gebrauchsgrafik bei einem internationalen Publikum geweckt hat, ist eng mit der politischen Geschichte des Landes verbunden, die mit ihren sozialen und ökonomischen Umwandlungsprozessen ab 1959 eine solitäre Stellung im Weltgeschehen für sich beanspruchen kann.
Zusammengestellt wurde die Sammlung kubanischer Plakatkunst von Menéndez, der, 1966 in Havanna geboren, an der dortigen Hochschule für Grafik-Design und in Den Haag/Niederlande internationales Grafik-Design studierte, eine Professur für angewandte Kunst inne hat und dem kubanischen Kulturinstitut für soziokulturellen Austausch zwischen Kunstschaffenden aus Lateinamerika, der Karibik, Europa und vielen weiteren Ländern der Welt als Design-Direktor vorsteht.
Die Ausstellung "Plakatkunst aus Kuba" dauert bis zum 31. Juli. Geöffnet ist die Städtische Galerie Traunstein Mittwoch bis Freitag von 15 bis 18 Uhr, Samstag und Sonntag von 14 bis 18 Uhr. re
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