Nach einem festlichen Gottesdienst in der Pfarrkirche wurde im alten Friedhof rund um das Gotteshaus eine Gedenktafel für die Vorfahren von Papst Benedikt XVI. eingeweiht. Sie erinnert daran, dass sich dort das Grab der Großeltern des Papstes, Maria und Isidor Rieger, sowie der Urgroßmutter mütterlicherseits, Elisabeth Peintner, befunden hat.

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Bürgermeister Josef Mayer bei seiner Ansprache anlässlich der Einweihung der Gedenktafel im alten Rimstinger Kirchenfriedhof. Foto thümmler
Rimsting - Monsignore Bruno Fink feierte zusammen mit Franz Xaxer Heibl vom "Institut Papst Benedikt XVI." aus Regensburg den Festgottesdienst. In seiner Predigt erinnerte der Pfarrer daran, dass es die Eltern des Papstes, Maria und Joseph Ratzinger, nicht leicht hatten, den beiden Söhnen Joseph, dem heutigen Papst, und Georg, dem Domkapellmeister von Regensburg, eine entsprechende Ausbildung zu ermöglichen.
Mit den Fahnenabordnungen der Ortsvereine ging es danach zur geschmückten Gedenktafel, die an der Ostseite der Kirchenmauer angebracht worden war. Bürgermeister Josef Mayer erinnerte an die Entstehungsgeschichte. Viele Besucher hätten sich nach der Grabstelle der Vorfahren des Papstes erkundigt, die aufgelassen worden war, da der Friedhof seit 1954 nicht mehr belegt und 1961 zugunsten des Staatsstraßenbaus verkleinert worden sei. Pfarrei und Gemeinde hatten sich wegen der zahlreichen Nachfragen entschlossen, eine Gedenktafel zu schaffen.
Ein großer Dank galt der Rimstinger Künstlerin Greta Fischer, die dafür ein wertvolles Bronzekreuz gestaltet und gestiftet hat, und Markus Eisenrichter für seine schöne Steinmetzarbeit.
Die Kosten der Schrift hat Mayer zufolge Johann Nussbaum getragen, der mit seinen beiden Papstbüchern, zuletzt "Die Spuren des Papstes und seiner Familie in Rimsting", viel zum Bekanntheitsgrad der Familie des Papstes beigetragen habe.
Mayer berichtete vom regelmäßigen Briefkontakt mit dem Bruder des Papstes, Georg Ratzinger, aber auch mit Benedikt XVI. selbst. "So ist der päpstliche Segen, der uns aus dem Vatikan übermittelt wurde, eine große Freude für Rimsting", sagte der Bürgermeister.
Rimsting sei der Heimatort der Mutter des Papstes. Deshalb bestehe eine besondere Verbundenheit zu den Brüdern Joseph und Georg Ratzinger, die 1951 in Rimsting auch ihre Nachprimiz gefeiert hatten. "Sie haben Rimsting nicht vergessen", freute sich das Gemeindeoberhaupt.
Die Papstmutter Maria Ratzinger sei zwar im bayerischen Mühlbach geboren, ihre Wurzeln liegen jedoch in Südtirol. Ihre Mutter Maria Tauber stammte aus Raas. Der Bürgermeister der Gemeinde Natz-Schabs, zu der Raas jetzt gehört, sprach ein Grußwort, ebenso der Zweite Bürgermeister Gerhard Groß aus Welden in Schwaben, woher der Großvater des Papstes, Isidor Rieger, kommt. Beide übergaben Gastgeschenke.
Fink sprach abschließend ein Segensgebet für die neue Gedenktafel. Bläser der Musikkapelle Prien hatten die Feierstunde musikalisch umrahmt. th
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