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Nächster Baustein der Nordumfahrung

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Die ganz großen Projekte der Nordumfahrung mit dem 725 Meter langen Herzstück Tunnel Ettendorf laufen planmäßig voran und sollen - wenn es nach dem Leitenden Baudirektor Sebald König vom Staatlichen Bauamt Traunstein geht - Ende Dezember fertig sein. Dies erklärte er anlässlich eines Pressegespräches im Rathaus Traunstein, zu dem Oberbürgermeister Manfred Kösterke eingeladen hatte.

Auf rund 600 Meter wird die B304 am Stadtrand Traunstein ausgebaut und soll damit den Autoverkehr aus den Richtungen Waging und Teisendorf weiter entzerren. Wenn dann noch einsetzender Schneefall und gefrierende Nässe wie gestern Morgen dazukommt dann bedeutet das ganz schnell "nichts geht mehr". Foto wittenzellner

© OVB

Auf rund 600 Meter wird die B304 am Stadtrand Traunstein ausgebaut und soll damit den Autoverkehr aus den Richtungen Waging und Teisendorf weiter entzerren. Wenn dann noch einsetzender Schneefall und gefrierende Nässe wie gestern Morgen dazukommt dann bedeutet das ganz schnell "nichts geht mehr". Foto wittenzellner

Traunstein - Bis dahin stehen unter anderem noch der 600 Meter lange Ausbau der B304 auf der Stecke zwischen Heilig Geist und der Salinenstraße am Ortsrand Traunstein an - ein Nadelöhr an dem sich insbesondere der morgendliche Berufsverkehr oft auf hunderten von Metern zurück staut. Kein Wunder, fahren doch derzeit dort täglich durchschnittlich 20000 Fahrzeuge aus den Richtungen Waging und Teisendorf, wie König erläuterte.

Abhilfe soll nun der dreispurige Ausbau der Straße bringen, für den mit Ausbaukosten von 1,4 Millionen Euro gerechnet wird. Zu den bestehenden Fahrbahnen kommt eine weitere Spur in Richtung Siegsdorf hinzu.

Ein für die Anlieger wichtiger Aspekt der Maßnahme, die den Verkehrsfluss verbunden mit dem Gesamtkonzept der Nordumfahrung in und um Traunstein in möglichst stau- und stressfreie Bahnen lenken soll, ist der geplante Lärmschutz. Auf den besteht gemäß der Regelungen des Bundesemissionsschutzgesetzes Anspruch, nachdem an der Straße wesentliche bauliche Änderungen vorgenommen werden. Vorgesehen ist eine Kombination aus Lärmschutzwall und Lärmschutzwand, die eine durchschnittliche Höhe von drei Metern aufweisen, wie König anhand vorgelegter Pläne erläuterte. Die Ausführung erfolgt in Holz und transparenten Elementen.

Wichtig sei ihm, dass der parallel zur Straße verlaufende Radweg unverändert bleibe, machte Oberbürgermeister Kösterke die Interessen der Stadt deutlich. Lediglich am "regionalen Wahrzeichen", dem "Traunstein", einem halb in der Traun liegenden Sturzblock wird der Radweg auf einen 1,25 Meter engen Beipass verengt, an dem Radfahrer notfalls auch einmal bei entsprechendem Gegenverkehr durch andere Radfahrer oder Fußgänger bremsen und absteigen müssten betonten beide. Der Oberbürgermeister machte aber in Übereinstimmung mit dem Traunsteiner Stadtrat, der das Thema schon behandelt hat deutlich, dass die Hauptstrecken der Radfahrer und Fußgänger ohnehin schon zuvor über die gusseiserne Bogenbrücke Richtung Stadt oder am gegenüberliegenden Traunufer entlang abgehen würden.

Bereits ab Montag wird mit der notwendigen Rodung begonnen. Diese soll nach zwei Wochen rechtzeitig vor dem Beginn der Vogelbrutzeit (ab 1. März) beendet sein und täglich immer erst nach Abwicklung des Schulbusverkehrs der naheliegenden Mädchenrealschule in Sparz beginnen. Mit dem Straßenausbau wird dann wie mit dem Knoten Heilig Geist Anfang Mai begonnen. Mitte September soll der Knoten wie auch der Ausbau der B 304 dann komplett fertig sein erläuterte König.

Auf längere Zeit dürfte sich dabei die vorgesehene Fußgängerüberführung am Knoten verschieben. "Wir wollen sie bauen", sagte der Leitende Baudirektor und war sich mit dem Oberbürgermeister über die Notwendigkeit eines sicheren Fußgängerüberganges einig. Eine fehlende Einigung mit betroffenen Grundstückseigentümern macht jetzt aber ein erneutes Planfeststellungsverfahren erforderlich, so dass sich der Bau der Überführung derzeit nicht, wie von vielen Seiten gewünscht, zügig realisieren lässt.

Für die Eingriffe in die Natur, die im Rahmen des Baus der Nordumfahrung entstanden sind, werden insgesamt vier Ausgleichs- und Ersatzflächen ökologisch aufgewertet. Unter anderem ist eine Renaturierung einer 6,25 Hektar großen Fläche in Trenkmoos vorgesehen (Bericht folgt). wz

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