Prien - Das Schicksal der rund 15 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland sowie die Möglichkeiten und Voraussetzungen gelungener Integration waren die Themenschwerpunkte der SPD-Landtagsabgeordneten Maria Noichl beim Neujahrsempfang der Priener Sozialdemokraten. Scharf kritisierte sie, dass die Regierung 2011 beschlossen habe, viele sozial integrative Maßnahmen nicht mehr zu fördern. Ziel der SPD sei es, diese Programme zu retten.
Noichl unterstrich auch ihre ablehnende Haltung gegen das von der Regierung abgesegnete Betreuungsgeld. Diese rund 150 Euro im Monat, für Eltern die ihr Kind unter drei Jahren nicht in eine staatliche Betreuungseinrichtung geben, würden auch ausbezahlt, wenn Oma und Opa auf ein Kleinkind aufpassten, so Noichl. Auch wer sein Kind von einer privaten Krippe oder Tagesmutter betreuen lasse, könne dieses Betreuungsgeld in Anspruch nehmen. In Wirklichkeit "kaufe" sich damit die Regierung von der Verpflichtung frei, staatliche Kindergarten-Plätze zu schaffen, kritisierte Noichl.
Die SPD plädiere für einen stärkeren Ausbau der Krippen und Kindertagesstätten.
Sie forderte außerdem, dass der Staat endlich auch die ausländischen Bildungsabschlüsse anerkenne.
Die Abgeordnete stellte das "Rosenheimer Modell" vor, das vom Sparkassen-Fond finanziell unterstützt werde und in dem Schüler mit Migrationshintergrund zehn Wochen jeweils an zwei Tagen in der Schule in Deutsch geschult werden.
Der Staat müsse eine "Willkommensstruktur" schaffen, dazu zähle auch die Schaffung von Ganztags- und vor allem Gemeinschaftsschulen, verwies sie auf eine SPD-Forderung. daa
Bestimmen Sie auf der Karte die Region, aus der Sie Nachrichten angezeigt bekommen möchten.



Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.