Bernau - Einen Diskussionsabend über "Aspekte der Ortsentwicklung und Rathausstandort" veranstaltete der Ortsverband Bernau von Bündnis 90/Die Grünen im Gasthof "Chiemsee". Knapp ein Dutzend Besucher hatten sich eingefunden. Aktiv an der Diskussion beteiligten sich Josef Genghammer, der Ortsvorsitzende der Grünen, Ursula Zeitelmann, Ekkehard Barchewitz, Dr. Rainer Pausch und Eduard Wierer.
Genghammer erläuterte das von der gleichnamigen Bürgerinitiative angestrebte Projekt "Neues Rathaus zum halben Preis" an der Aschauer Straße mit Grafiken von Pausch. Ein Ersatzbau anstelle des "Sailerhäusls" solle mit dem "Haus des Gastes" verbunden werden. Dies koste etwa halb so viel wie das Projekt an der Chiemseestraße. "Bestehende Flächen im 'Haus des Gastes', die jetzt leer stehen, können so genutzt werden", zeigte Pausch auf der Grafik.
Genghammer führte weiter aus, dass der Untergrund an der Chiemseestraße ein großes Problem sei. "Der Boden bewegt sich, die Häuser dort sinken ab." Dies bestätigte Pausch: "Der Boden hat auch nach 30 Metern noch keinen festen Halt und dafür gibt es keine Versicherung, die im Schadensfall bezahlt." Genghammer sagte, mögliche Schäden bei dem geplanten Bauprojekt an der Chiemseestraße seien nicht abwägbar.
Barchewitz warf ein, ob pro oder contra Chiemseestraße, man solle das eigene Wissen nicht über das der verantwortlichen Architekten stellen. Es müsse möglich sein, den Boden dort mit Techniken in den Griff zu bekommen, er vertraue den Architekten. "Schon vor dem Bau des jetzigen Rathauses hat der Bernauer Boden für die Baumeister eine große Rolle gespielt", so Wierer. Zeitelmann sagte, sie habe das Projekt Chiemseestraße akzeptiert. "Dass es jetzt dazu verschiedene Meinungen gibt, ist klar."
Grünen-Ortsvorsitzender Genghammer führte aus, dass man sich im Rahmen der BI "Neues Rathaus zum halben Preis" an den Bayerischen Landesverein für Heimatpflege gewandt habe. Architekt Thomas Lauer erläutere seine Einschätzung am morgigen Donnerstag um 19.30 Uhr im Gasthof "Chiemsee". hä
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