Marquartstein - Zwei Tage vor seinem Tod konnten Vertreter der Gemeinde Marquartstein und des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Traunstein (AELF) dem pensionierten Forstmann Leo Fremmer noch zu seinem 85. Geburtstag gratulieren. Der in Partenkirchen geborene langjährige Förster am Forstamt Traunstein hatte seine Berufslaufbahn am damaligen Forstamt Geisenfeld als Forstlehrling begonnen. Nach nur achtwöchigem Kriegseinsatz geriet er bereits in amerikanische Gefangenschaft, aus der er erst im August 1946 entlassen wurde.

© OVB
Leo Fremmer +. Foto re
In der Folge besuchte Fremmer den Forstwartlehrgang an der Forstschule Lohr und wurde nach erfolgreichem Abschluss am Forstamt Garmisch eingesetzt. Fünf Jahre nach der Hochzeit mit seiner Frau Gabriele erfolgte im Jahr 1957 - wie es damals üblich war - die Versetzung nach Oberfranken, an das Forstamt Schwarzenberg am Wald im Landkreis Hof. Es kamen drei Kinder zur Welt, zwei Töchter und ein Sohn. 1973 erfolgte dann endlich mit der Versetzung an das Forstamt Traunstein die Rückkehr nach Oberbayern.
Leo Fremmer wurde die Forstdienststelle Traunstein II übertragen und er bezog mit seiner Familie eine Wohnung in Marquartstein. "Fremmer gehörte zu den ersten Privatwaldförstern in Bayern", beschrieb Forstdirektor Rupert Wörndl vom AELF Traunstein dessen neue Aufgabe. "Er stand den Waldbesitzern zur Seite, wenn es um Wegbaumaßnahmen ging oder bei der Auswahl von Forstpflanzen für die Wiederaufforstung von Kahlhieben und Käferlöchern." Dabei habe Fremmer sich nicht nur bei den Waldbauern große Anerkennung und Verdienste erworben, so Wörndl.
Neben der Jagd pflegte der Forstmann vielerlei Hobbys, darunter die Volksmusik als Hackbrett- und Zitherspieler. Drei Jahre vor seiner Pensionierung im Jahre 1992 wurde er gar noch zum Forstamtmann ernannt. Auch in seinem Ruhestand blieb Fremmer als Förster aktiv und betreute bis ein Jahr vor seinem Tod mit großem Engagement den Forstbetrieb des Gutes Ising. re
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