025.06.10|Bad Aibling|Bad Aibling|
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Bruckmühl - Kurzweilige Heiterkeit, kombiniert mit thematischem Tiefgang, garniert mit drei verschiedenen Dialekten der englischen Sprache - das und mehr boten die Schauspieler des "White Horse"-Theaters bei ihrem Besuch im Gymnasium Bruckmühl. Zum mittlerweile fünften Mal gastierte das Ensemble in ihrer bewährten Quartett-Formation aus zwei Frauen und zwei Männern an der Mangfall, um auf dramatische Art und Weise den Englisch-Unterricht zu bereichern - und auch diesmal mit großem Erfolg.

© OVB
Das "White Horse Theatre": Englischunterricht mal anders.
Die Unterstufenklassen fünf und sechs erlebten das Stück "The Empty Chair", in dem die emotionale Achterbahnfahrt des Robbie Rumple thematisiert wird - eines elfjährigen Jungen, dessen Eltern sich getrennt haben. Der Stuhl der Vaters bleibt leer - und eine Neubesetzung durch den Außerirdischen Jared, feinfühlig dargeboten von Stephen Wyley aus dem irischen Cork, stürzt Robbie (Breon Arzell aus Detroit, USA) in echte seelische Nöte.
In ihrer unnachahmlichen temporeichen und körperbetonten Spielweise gewannen die "Weißen Pferde" im Handumdrehen die Herzen der jungen Bruckmühler, die gefesselt dem Geschehen folgten, auch dank einer hervorragenden Artikulation der Darsteller und einem Englisch, das perfekt auf die Kenntnisse des Anfangsunterrichtes abgestimmt war. "Besser als fünf Stunden Unterricht", so der Tenor vieler Schüler zum Lerneffekt dieser Theater-Performance.
Den Oberstufenschülern wurde die Verwechslungskomödie "The Comedy of Errors" von William Shakespeare dargeboten. Trotz augenscheinlicher Leichtigkeit der Materie stellte die für heutige Schülerohren ungewohnte und daher recht schwierige Sprache Shakespeares eine Herausforderung dar. Victoria Blunt aus dem englischen Nottingham und Andaiye Spencer, wie Breon Arzell aus der Auto-Metropole Detroit stammend, präsentierten die weiblichen Rollen in dieser Komödie um Eifersüchteleien und Flirts ebenfalls überzeugend.
Interaktiv und amüsant wurde das Geschehen, als Simon Strobelt, K12-Kollegiat, als Wachmann einbezogen wurde, was dieser mit stoischer Ruhe und Sportler-Outfit souverän bewältigte.
Zum Schluss gab es verdienten Beifall - und bei so manchem Oberstufen-Schüler Lust auf originale Shakespeare-Kost auf der im Juli anstehenden Studienfahrt nach England ins Londoner "Globe Theatre".
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