003.02.10|Bad Aibling|Bad Aibling|
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Bad Aibling - Einen wöchentlichen Jungennachmittag kann der städtische Kinderhort in diesem Jahr anbieten. Ein privater Sponsor hat die Finanzierung zugesichert.
Männer sind Mangelware in den meisten Kindertagesstätten. Eine richtige Jungenarbeit ist daher oft nicht möglich. Trotzdem sah der Kinderhort Westendstraße Bedarf für die Buben. Denn: Mädchennachmittage kann der Hort mit seinem eigenen Personal durchführen.
"Oft sind die Väter nicht mehr in den Familien und den Jungs fehlt eine männliche Bezugsperson", so Sylvia Mertens, Leiterin des Horts. "Manchmal sehen wir bei unseren Jungs auch ein sehr fragwürdiges Männerbild. Auch Gewaltprävention und der Umgang mit Aggressionen sind wichtige Anliegen, die ihnen besser ein Mann vermitteln kann." Die Hortleiterin wandte sich an die "Männer- und Jungenzentrale" Wolfgang Wenger in Rosenheim mit der Bitte, einmal wöchentlich einen Jungennachmittag zu veranstalten. Nur die Finanzierung war noch nicht gesichert. Die Lösung dafür fand sich in Alfons Ebner (Riedering) als Sponsor. Ihm sei wichtig, dass das Geld nicht in irgendeiner Organisation verschwinde, erklärte dieser. Zur großen Freude der Buben, des Hortteams und der Eltern ist nun für das ganze Jahr 2010 ein wöchentlicher Jungennachmittag gesichert. "Jungenarbeit durch Männer hat Wenger zufolge oft einen Event-Charakter, zum Beispiel die "Pagenweihe", ein Schwertkampfseminar mit Holzschwertern. Oft fehlte in der Jungenarbeit der ganz normale Alltag. Auch bleibe neben "Gruselgeschichten im Nebel" (mittels Nebelmaschine) und "Fantasiereisen unterm Sternenhimmel" (ein transportables Miniplanetarium) genug Zeit für Spiele, Basteleien und Krisengespräche.
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